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Mitglieder, Inſpector Seidel und Pfarrer Heidfeld erklär⸗ ten ſich in jeder Beziehung für den Plan des Grafen. Phi⸗ lipp Ludwig aber ließ ſich, wie vorauszuſehen war, durch die einzelnen diſſentierenden Anſichten ſeiner Konſiſtorialräte von ſeinem Vorhaben nicht abbringen und beſchloß demnach eine höhere Lehranſtalt, ein gymnasium illustre zu gründen. Woher aber die Mittel dazu nehmen? das war die wei⸗ tere, viel wichtigere Frage. Graf Philipp Ludwig beantwortete ſie„nach reiflicher Conſultation, Conſideration und Beratſchla⸗ gung und nach gehabtem Rat“ durch die hernachmals oft wie⸗ derholte Subſidien⸗Verordnung, gegeben zu Windecken am 5. Februar 1607. ¹²) Sie iſt im Namen und Auftrag des Grafen„von den gräflichen Räten und Befehlhabern“ an die Beamten, Rentmeiſter, Schultheißen ꝛc. der Graſfſchaft er⸗ laßen und enthält nicht allein die erſte officielle Erklärung von dem Entſchluß des Grafen, daß die Schule zu Hanau„als in der vornehmſten Stadt der Graſſchaft wieder aufge⸗ richtet werde,“ mit Angabe der Motive und des Zwecks der Stiftung, ſondern vornehmlich auch die Feſtſtellung der Einkünfte, durch welche die neue Anſtalt gegründet und er⸗ halten werden ſollte. Sein von Gott ihm anbefohleues hohes Amt mache ihm vor allem andern die eifrige Beförderung der Kirche und alles deſſen, was mit ihr zuſammenhänge, zur vornehmſten Pflicht, auf daß Gottes Ehre dadurch je länger je weiter ausgebreitet, des Teufels Gewalt aber deſto mehr geſchwächt und ausgetilgt und ſo der höchſte Zweck der Regie⸗ rung erreicht werde. Dieß geſchehe aber unſtreitig am eheſten durch die rechte Erziehung der Jugend und durch Erhaltung guter wol beſtellter Schulen, durch welche eben die ange⸗ hende Jugend der Kirche eingewurzelt, zu geiſt⸗ lichem und weltlichen Regiment vorgebildet und gleichſam zu Säulen deſſelben erzogen würde, während bei Vernachläßigung des Schulweſens, wie die Erfah⸗


