Aufsatz 
Geschichte der Gründung und Einweihung des Gymnasiums zu Hanau. Festschrift zum 200jährigen Jubiläum : 1. Teil
Entstehung
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vom 18. Juli 1607 ſamt der Subſidien⸗Anordnung nach ihrem ungeſchmälerten beiderſeitigen Inhalt iu allen Stücken vollkom⸗ men bekräftigt, aufs Neue eingeſchärft und im Ganzen, wie in ihren einzelnen Beſtimmungen für die Zukunft geſichert wurde.¹⁵)

So bereitete ſich nun alles auf die bevorſtehende Feier vor. In der Marienkirche, in welcher die Einführungsfeier⸗ lichkeit gehalten werden ſollte, wurden die nötigen Vorkehrungen getroffen; das Scholarchat wie auch die übrigen Beamten und gräflichen Diener, beſonders aber die Herren Studioſen waren in voller Thätigkeit, den herannahenden Feſttag würdig zu begehen.

Der 21. Februar 1665, wie jetzt nach zweihundert Jahren wieder, ein Dienſtag, war für ganz Hanau ein Freu⸗ dentag. Nach dem Willen des Grafen ſollte ein Feſtzug veranſtaltet werden, der ſich in feierlicher Proceſſion vom gräflichen Schloß in der Altſtadt aus nach der Marienkirche bewege. Zu dem Ende verſammelten fich Morgens gegen 10 Uhr die gräflich Hanauiſchen Kanzlei⸗ und Kammerräte, ſowie der ſämtliche Adel, Cavaliere und alle, welche irgend eine Hofcharge begleiteten, im gräflichen Reſidenzſchloſſe, wäh⸗ rend die übrigen Beamten, die Stadt⸗ und Landpfarrer, wie andere Literaten und Gelehrte der Alt⸗ und Neuſtadt, die beiden Stadträte, die Lehrer und einige andere Theilnehmer im Rathaus der Altſtadt zuſammenkamen. Dahin holten denn auch die Studenten, dreißig an der Zahl ihre Namen ſind uns noch aufbewahrt?*) den deſignierten Prorector und neuen Profeſſor Dr. Gantersviler ab. Vom Rathaus aus begaben ſich darauf die hier Verſammelten zunächſt nach dem gräflichen Schloß, wo ſich der geſamte Zug nach der Beſtim⸗ mung des Grafen ordnete. Es war 10 ½ Uhr, als ſich dann der Feſtzug unter dem feierlichen Glockengeläute der beiden Hauptkirchen in Bewegung ſetzte. Den Zug eröffneten die