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lange Zeit darniederliegende Bau wieder aufgenommen und ſeiner Vollendung entgegengeführt; tüchtige Männer, die Seele des Ganzen, würden berufen werden; der Rector ſei ſchon ernannt und ſolle am 21. eingeführt werden.“ Zugleich wer⸗ den die Studierenden angewieſen, ſich innerhalb der nächſten Tage bei dieſem neuen Prorector zu melden und ihm Treue und Gehorſam zu geloben.
Sonntag den 19. Februar wurde die beabſichtigte In⸗ augurationsfeier weiter dadurch eingeleitet, daß der geiſtliche Inſpector der geſamten reformierten Kirchenklaſſen an der Ober⸗ und Untergrafſchaft Hanau Peter Pezenius in der Marien⸗ kirche„bei volkreicher anſehnlicher Verſammlung“ eine beſon⸗ dere vorbereitende Feſtpredigt hielt,„einen Präliminar⸗Intro⸗ ductions⸗Sermon,“ wie ſie der Verfaſſer ſelbſt bezeichnet. ¹²³) Pezenius hatte ſich zum Text das 4. Kapitel des Propheten Sacharjah gewält, um nach Anleitung deſſelben„das Uhriſtliche Kirchen⸗ und Schul⸗Reminiscere hochfeierlich zu begehen“ und erſtlich dieſe Schriftſtelle von der wahren Kirche Gottes auszulegen, zweitens aber auch„fein anmutig auf die hohen Schulen insgemein und insbeſondere auf das neue Hanauer gymnasium illustre anzuwenden.“ Dieſe beiden Teile der Predigt werden denn nun auch, nach vorausgeſchickter officiel⸗ ler Einladung zu dem bevorſtehenden Hauptfeſte,*³) in der unendlich breiten, gelehrt commentierenden Manier der dama— ligen Predigtweiſe behandelt und im zweiten Teile dann mit beſonderer Ausführlichkeit und geſteigertem Pathos die nahe liegende Vergleichung des Tempelbaues zu Jeruſalem unter Serubabel mit dem neuen Schulbau nach den verſchiedenſten Beziehungen durchgeführt. ¹⁴). Den Schluß bilden die nicht enden wollenden Glück⸗ und Segenswünſche. ¹³)
Montag den 20. Februar unterzeichnete Graf Fried⸗ rich Caſimir die Beſtätigungsurkunde, durch welche die wörtlich aufgenommene Fundationsurkunde Philipp Ludwigs II.


