Aufsatz 
Geschichte der Gründung und Einweihung des Gymnasiums zu Hanau. Festschrift zum 200jährigen Jubiläum : 1. Teil
Entstehung
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den neugebauten gleichfalls noch vorhandenen Subſellien ver⸗ ſehen.) Auch an dem Dach des Hauſes wurde wenigſtens rüſtig fortgearbeitet.)

Die zukünftigenStudioſen, die entweder damals die Schule ſchon beſuchten oder ſich zum Beſuch derneuen Hoch⸗ ſchule eingefunden hatten, mit Ausnahme einiger Caſſelaner und Anhaltiner faſt lauter Hanauer, ritten dem neuen Rector und Profeſſor entgegen und geleiteten ihn mit einem anſehn⸗ lichen Comitat in die Stadt,*) wo alles in hohem Grade auf ſeine Erſcheinung geſpannt war. Hier ſollte die Einführung des neuen Prorectors und die Inauguration der Schule, für die nun endlich das neue Schulgebäude mit dem großen Hör⸗ ſaal errichtet war, durch einen ſolennen Act gefeiert werden. Zu dem Ende erließen die neubeſtellten Curatoren des Gym⸗ naſiums, das renovatum collegium Scholasticum*), Sonn⸗ abend den 18. Februar eine akademiſche Bekanntma⸗ chung ii) in lateiniſcher Sprache, um die feierliche Einführung des neuen Prorectors in der Marienkirche auf den 21. Fe⸗ bruar anzukündigen, und zur Teilnahme an dieſem ſolennen Acte einzuladen. Die höheren Gelehrtenſchulen ſo leiten ſie ihre Anſprache ein ſind Samenkörner, dem Saatfeld des Staats anvertraut, von denen die Könige und Fürſten die Erſtlingsfrüchte ernten; ſie fördern das Glück ihrer Her⸗ ſchaft, ſind ſchwere goldene Ketten, mit koſtbaren Edelſteinen geziert, der Herſcherkrone zum Schmuck; ſie bilden die feſten und ſtarken Grundlagen, auf denen das Regierungsgebäude unerſchüttert ſtehet, Thron und Scepter in ihrer Hoheit un⸗ angetaſtet bleiben. In dieſer Erkentnis habe der Graf Phi⸗ lipp Ludwig II. zum Heil der Kirche und des Staats die Hohelandesſchule zu gründen begonnen; nach ſeinem allzufrü⸗ hen Tode ſei aber hauptſächlich durch den dreißigjährigen Krieg das heilſame Werk unvollendet geblieben. Erſt jetzt unter der Regierung des gegenwärtigen Grafen Friedrich Caſimir ſei der