Aufsatz 
Geschichte der Gründung und Einweihung des Gymnasiums zu Hanau. Festschrift zum 200jährigen Jubiläum : 1. Teil
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Haec comite Hanovico schola funditore Philippo

Exorta est dictus qui Ludovicus erat.

Sub Friderico autem Casimiro crevit, et ipsum luvat opus quavis quaelibet uxor ope. Sunt varii casus, sunt Martia saecula quorum

Cursus tot lustris distulit illud opus.

Haec Deus a nostris avertas sedibus, atque

Hancce regas sancto pneumate Jova*) scholam. Und die dieſem lateiniſchen Text zur Seite ſtehende, parallel laufende Ueberſetzung:

Graf Philips Ludwig ſtift die Schul ahn dieſem Ort

Graf Friedrich Caſimir half ihr dann weiter fort. Dabei thät dieſes Herrn Gemahlin**) ſich erweiſen Daß ſie mit gutem Fug des Landes Mütter heiſen. Daß aber dieſes Werk nicht eh erhoben war,

Macht mancher Fall und die ſo groſſe Kriegs Gefahr. Die wolle Gott nunmehr ab unſern Gräutzen halten Und mit dem heilgen Geiſt ob dieſer Schulen walten.

An den beiden Säulen waren auch noch einige ſymboliſche Embleme wie z. B. Früchte in Relief angebracht und die linke (beim Eintreten) trug oben auf einem entſprechenden kleinen Schild die Inſchrift: Sit Musis sacrata sedes, die rechte in gleicher Weiſe die Worte: Academia existat nobilis. Darin war der Wunſch ausgeſprochen, deſſen Erfüllung man jetzt nahe glaubte.

Außerdem war dasStudenten⸗Auditorium, der große Hörſaal, ſo ziemlich fertig und nicht nur die Eingangsthür deſ⸗ ſelben von innen mit dem noch vorhandenen Portal, im Bau⸗ ſtil des eben beſchriebenen Haupteingangs des ganzen Gebäu⸗ des, paßend ausgeſchmückt, ſondern der Saal ſelbſt bereits mit

*) Jehova(Gott der Herr). ) Sibylle Chriſtine ſ. Abſchn. II. S. 51 f.