Aufsatz 
Szenische Analyse des Sophokleischen Dramas Ajas Mastigophoros / von K. W. Piderit
Entstehung
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Aaxν τε adnsdεdeudrog, 4d' Zwcvrlog,

0d³ dOαετν τνν³ αον ς ευσοσν αάμεs u. ſ. w. auf Athens Verdienſte in der Schlacht bei Marathon beziehen, wie das obige ο6¶%νvrog auf den Brand Alhens durch die Perſer. Beide Male hätte Hr. Kämmerer aus dem alten Homer (Jl. 15. 415 ff. 351 ff. und 7. 92 ff.) erſehen können, worauf an⸗ geſpielt wird. Ja noch mehr, Teukros ganze Rede V. 1238 ff. ſoll denſelben Gedankengang, wie jene Thucydideiſche verfolgen, ſodaß alſo Sophokles ſeine Weisheit wol jenem geſandſchaftlichen Vortrage verdankt, bis endlich aus dieſen und andern Combinationen das Reſultat gezogen wird: Soph. habe unter dem Bild des Ajas den atheniſchen Staat darſtellen wollen, wie er in der erſten Zeit des peloponneſiſchen Kriegs geweſen ſei, um ſeinen Mitbürgern warnend vorzuhalten, was auch die größte politiſche Macht für ein klägliches Ende nehme, wenn nicht Frömmigkeit und Beſonnenheit mit jener verbunden ſeien. Zum Beweiſe dieſer Behaup⸗ tung werden dann man ſollte es kaum für glaublich halten Ajas und Athen vollſtändig bis ins Einzelne hinein paralleliſirt. Athens Lage zu Anfang des peloponneſiſchen Kriegs iſt der des Ajas nach dem Tode des Achilles gleich; die Geſandten der Peloponneſier(Thuc. I. 118 ff.) ſind die Atriden im Ajas, die Verurteilung der Athener wegen ihres Friedensbruchs iſt die Verurteilung des Ajas, die 66019 des Ajas iſt die der Athener bei Thuc. I. 126, oder des Ajas doppeltes Vergehen(V. 762 ff. und 770 ff.) bezieht ſich auf die Hermen⸗ Verſtümmelung und die Verletzung der Myſterien; Ajas nächtlicher hinterliſtger Angriff auf die Atriden geht auf die Abſicht der Athener, die Peloponneſier zu beſtrafen, ja die Thore(x5. 4ỹꝓjw dwan den Zelten der Atriden ſollen auf Pylos und die bekannte Niederlage der Lacedämonier(Thuc. IV. 41) hinweiſen; Ajas Wahnſinn bedeutet die atheniſche Peſt; daß dieſe aber nach Thuc. I. 118. II. 54. Apollo ſen⸗ det, während in unſerem Drama Athene Urheberin der unheilvollen Krankheit iſt, geſchieht nur, damit der Dichter nicht gar zu deutlich rede und dadurch ſein Publikum verletze. Aus einem ähnlichen Grunde,