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Ouo procul ut tetigi benedicto lumen olivo, Igneus ille vapor marcenti fronti recessit, Et præsens medicus blando fugat unguine morbos; Non oblita mihi mea lumina, munera sancti; Nam redit ante oculos oculorum cura fidelis, Et memor illud ero, dum luce et corpore consto. Es verliess aber Fortunatus sein Heimatland kurz vor der Eroberung des Landes durch den Longobarden- könig Alboin, dem der erwähnte Felix von Tarvisus bis an die Piave entgegenging, und den er um schonende Behandlung seines Sprengels anflehte(Paul. Diac. II, 9); dies führt uns jetzt zur nähern Bestimmung der Zeit, wann Fortunatus ins Reich der Franken kam. Dass es nicht vor dem Regierungs- antrilt des austrasischen Königs Sigibert I., also nicht vor 561(in diesem Jahre und zwar am 10. November oder nach der wohlbegründeten Annahme des Valesius im December starb sigiberts Vater Chlotar I.) geschehen, sagt er uns selbst in einem Danksagungsgedicht an den austrasischen Beamten Sigoald, welchen Sigibert beauftragt hatte dem sein Reich betretenden italischen Fremdling sicheres Geleite zu geben und für seine sonstigen Bedürfnisse zu sorgen; X, 22, 1—5: Finibus Italie cum primum ad regna venirem, Te mihi constituit rex Sigibertus opem, Tutior ut graderer tecum comitante viator, Atque pararetur hinc equus inde cibus; Implesti officium. Aus folgenden Gründen erhellet aber nun ferner, dass seine Ankunft in den Anfang der Regierung des genannten Austrasierkönig, etwa im dritten oder vierten Jahre derselben(564 oder 565) stattfand. In dem schönen Gedichte von der Königin Gelesuinta(Galsuinta), der ältern Tochter des Westgothenkönigs Athanagild und Gemalin Chilperich I.(VI, 7) sagt Fortunatus in der Beschreibung der Reise Galsuintens zu ihrem Bräutigam, da wo er ihrer Ankunft in Poitiers erwähnt, er habe sie hier kurz nach seiner Ankunft gesehen v. 215. 223 und 24: Post aliquas urbes Pictavas attigit arces— Hanc ego nempe novus conspexi prætereuntem Molliter argenti turre rotante vehi. Die Vermälung Chilperichs mit Galsuinta fällt ins J. 567(Aschbach Geschichte der Westgothen S. 194), kurze Zeit nachdem sich sein Halbbruder Sigibert mit Galsuinta's jüngrer Schwester Brunichilde vermält (565 nach der gewöhnlichen Annahme; aus Greg. Tur. lässt sich zwar das Jahr der Vermälung sigiberts ganz genau nicht bestimmen; dass sie aber erst mehre Jahre nach seinem Regierungsantritte stattfand, geht daraus hervor, weil er gleich im Ankange seiner Regierung in mancherlei Kriege namentlich gegen die Hunnen und gleichzeitig gegen den in sein Reich eingefallenen Bruder Chilperich allzusehr verwickelt war, als dass er an eine Gesandtschaft an den Hof Athanagilds zum Zwecke der Vermälung mit dessen Tochter hätte denken können; Gregor. Tur. IV, 23; auch schloss er diese Verbindung erst in Erwägung des Argernisses, das seine Brüder Guntram, Charibert und Chilperich durch eheliche Verbindungen mit Frauen der untersten Classen gaben; ibid. c. 27; und dieses Beispiel bewog dann bald nachher Chilpe- richen eine standesgemässe Ehe einzugcehen; ibid. c. 28). Bei der Vermälung Sigiberts dichtete Fortunatus das schöne Epithalamium VI, 2; er muss also kurze Zeit vorher im fränkischen Reiche angelangt sein.


