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empfänger.¹) Zwischen die Contacttheile des Senders brachte er wie seinerzeit Veates unter anderem auch Wasser. Er erhielt, unbefriedigende Resultate. Er sagt, dass die Worte aus dem Empfänger verworren herauskamen. Er glaubt, dass das Eisen- diaphragma, das er zu jener Zeit im Empfänger verwendet hatte, zu dick und sein Ohr für das Hören am Telephon noch nicht erzogen gewesen sei, da er später mit diesem Apparate gute Resultate erhalten habe. Später veränderte er den von ihm ver- wendeten Sender dahin, dass er an die Stelle der Membran ein dünnes Messingblech setzte, welches durch einen Ring gespannt gehalten wurde. Mit diesem Sender setzte er einen nach dem Princip des Elektromotographen gebauten Empfänger in Ver- bindung. Auch diese Combination diente ihm nur zur Ueber- tragung von Melodien. ²) So weit reichen die Resultate Edisons bis zu der Zeit, wo Bell die ersten öffentlichen Erfolge er- rungen hatte.
Von besseren Resultaten aus der Zeit vor Bell spricht Mc. Donough, der mit die Veranlassung dazu gegeben hat, dass im nordamerikanischen Patentstreite so viel von Reis' Telephon die Rede war. Er soll hier nur seines Senders wegen erwähnt werden, den er der letzten Form von Reis nachbildete. Angeregt durch Reis, soll er bereits im Jahre 1867 seine ersten Versuche in der Telephonie gemacht haben. Am 10. April 1876 reichte er bei dem nordamerikanischen Patentamte sein von Bell bekämpftes Patentgesuch für ein Telephon ein, das er Teleloge nannte. Sein Sender unterscheidet sich von dem von Reis nur darin, dass er auf der Membran anstatt einer Contactscheibe zwei anbrachte u. die Zerbrechlichkeit der Contacttheile vermin- derte. Als Empfänger benützte er einen von ihm erfundenen Elektromagnetempfänger. Houston sagt, dass durch die glaub- würdigsten und fähigsten Sachverständigen im amerikanischen Patentprocesse festgestellt wurde, dass Mec. Donough's Te- lephon die articulierte Rede deutlich übertrage. ³)
Es mag auch noch erwähnt werden, dass ein Sender und ein Empfänger, welche sich von der letzten Form von Reis Fig. 14 nur unbedeutend unterscheiden, anfangs des Jahres 1877 von Cécil und Léonard Wray in der Gesellschaft der Te- legrapheningenieure in London ausgestellt wurden. Auch sie er- reichten nur die Reproduction von Melodien. 4)
Die Experimente Veates' wurden sehr bald vergessen, jene Mc. Donough's dagegen wurden erst durch den Patent- process bekannt. Den andern oben Genannten gelang es zumeist
¹) Centralblatt S. 535.
²) Tel. Journ. 1877 S. 189— Sack S. 22.
³) Houston N.ro 6 S. 76— Centralblatt Bd. VII. S. 732. 4) Tel. Journ. 1877 8. 38.


