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ohne denſelben vergraben worden wäre, aufmerkſam gemacht worden. Selbſt dem ſich einzig gelehrten Studien widmenden Jünglinge iſt, wenn auch nicht ganz unent⸗ behrlich, doch von bedeutendem Intereſſe die Bekanntſchaft mit dieſer Kunſt. Denn obgleich, um nur einen Punkt zu berühren, der Vortrag der alten claſſiſchen Schrift⸗ ſteller beſonders die formelle Verſtandesbildung, Veredlung des Herzens u. ſ. w. zum Hauptzwecke haben muß; ſo erſcheint doch in den Autoren der Alten manches, welches zum genauen Verſtändniß, wenn auch keine große Fertigkeit im Zeichnen, doch Be⸗ kanntſchaft damit vorausſetzt. So beim Studium der Archäologie und mehreren anderen ſpeciellen Studien.— Dieſer Wichtigkeit wegen iſt dieſer Lehrgegenſtand mit Recht auf den Pädagogien unter die öffentlichen aufgenommen worden. Auch an dem Landes⸗Gymnaſium iſt ein Lehrer angeſtellt, bei dem jeder durch Privat⸗ Unterricht ſeine ſchon erlangten Fertigkeiten zu vergrößern oder noch mangelnde ſich anzueignen Gelegenheit findet.
Gesang.
Obgleich die Fortſchritte in der Muſik überhaupt, und insbeſondere im Geſang viel von individuellen Neigungen und natürlichen Anlagen abhängen; ſo hat man doch, in Erwägung ſeines Werthes für die Stimm⸗ und Sprachorgane, auch bei geringen Anlagen der Schüler zu dieſer Kunſt, denſelben unter die allgemein⸗verbind⸗ lichen Lehrgegenſtände aufgenommen. Abgeſehen aber von der Ausbildung der ge⸗ nannten Organe gewährt der Singunterricht noch andere für das Jugendalter höchſt wichtige Vortheile. Um nur einen Punkt zu berühren, kann z. B. ſtatt der oft für den ſittlichen Character und die Geſundheit ſchädlichen Vereinzelung der Zöglinge in den zu ihrer Erholung beſtimmten Stunden durch einen erheiternden und zu neuer friſcher Thätigkeit aufmunternden Geſang ein Theil dieſer Zeit zugebracht werden, welches beſonders bei ungünſtiger Witterung der Fall iſt, wo eine große Bewegung in der freien Natur zu viele Hinderniſſe findet; dann gemeinſchaftliche mit den Lehrern unternommene Spaziergänge, wie ſehr können dieſelben gewürzt werden durch unſchul⸗ dige, der Jugend angemeſſene Geſänge. So ließen ſich noch unzählige Beiſpiele von der Nutzbarkeit des gemeinſchaftlichen Geſanges anführen.
Gymnastik.
Daß die Theile, woraus der Menſch beſteht, Seele und Leib, in einer innigen Gemeinſchaft ſtehen und wechſelſeitigen Einfluß auf einander haben, wird durch mancherlei Erfahrungen beſtätigt, obgleich die Art und Weiſe dieſer Wechſelwirkung noch nicht hinlänglich aufgeklärt iſt. Hieraus ergibt ſich der ganz natürliche Schluß,
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