Aufsatz 
Zur Topographie und Geschichte der linksmainischen Landwehren der Reichsstadt Frankfurt
Entstehung
Einzelbild herunterladen

9

von 1646,¹) verbunden mit Nachforschungen im Gelände und Messungen auf den Flurkarten ermitteln.²) Sie lief vom letzten Steine der Oberräder Grenze am Waldrand zum Wendelsweg; an diesem westlich hinab zum Wegstein 31; hinüber zum Grasweg im Ruppenacker(42 b) ³); diesen hinab zu dessen Knie; zurück zum Wegstein 24 des Wendelswegs; an diesem hinab zum Versbrunnenweg; an diesem zum Seehofsweg; an diesem hinab zum Seehofeingang; dann in einer gebrochenen Linie über den Mühlgraben zum Wegstein 2 des Lettigkautwegs; endlich an diesem hinab über den Heiligenstock zur Offenbacher Straſse. Durch ihre Unregelmäſsigkeit verrät sich diese Linie als die ursprüngliche Grenze zwischen Stadt und Wald und somit auch als die zwischen Feld- und Waldmaſs. Letztere wurde in der Folge vereinfacht, so daſs sie, spätestens seit 1646), am Wendels- und Lettigkautweg hinablief.

b. Die Südseite der Waldgrenze ist unsicher zwischen Lettigkautweg und Steinweg(10). b. Südseite. 1446 schied hier die Offenbacher Straſse Feld und Waldmaſs). Da aber zwischen Straſse und Bruch Pflanzenländer des auf Waldboden gebauten Dorfes Hohenrode lagen, so kann der Wald ursprünglich bis zum Bruch gereicht haben. Vielleicht gehörte auch das Bruch selbst zwischen Mühlgraben und Steinweg ursprünglich zum Walde, sodaſs die Grenze dort am Nordende des Bruches gezogen wäre, wo später noch eine Ackergrenze zu erkennen war). Zwischen Steinweg und Oppenheimer Strafse aber zog die Grenze, mit 9 Steinen bezeichnet, noch 1409 am Nordrande des Bruchs*). Vor 1646 erweiterte man das Gebiet des Feldmaſses zwischen Steinweg und Bruchbrunnen bis zur Mörfelder Straſse und zum Bruchbrunnenweg), noch später auch zwischen Bruchbrunnen und Oppenheimer Strafse bis zur Mörfelder Straſse und zum Ziegelhüttenweg).

c. Die Westseite der Waldgrenze lief an der Oppenheimer Straſse und dem e- Westseite. Bischofsweg bis zum westlichen Brückchen des letzteren Weges, wo von Süden her die(alte) Niederräder Grenze über ihn zog.

4. Grenze gegen Niederrad. Sie zog am linken Ufer der Königsbach von genanntem Brückchen zur Riedbrücke in der Mörfelder Strafse, dann am Mühlenweg(60) hin bis in die Nähe des Sandhofs; von dort, dieFrankensteiner Freiheit einschlieſsend, wieder zur Königsbach und an deren linkem Ufer zum Maine ¹⁰).

III. Gebietsteile.

1. Die Sachsenhäuser Feldmark im engeren Sinne, die mit der Stralenberger 1. Feldmark. Westhäalfte den Hauptteil des linksmainischen Gebiets bildet, liegt zwischen Speckgraben, Bruch und Königsbach und zerfällt in Ober-, Unter- und Mittelfeld. Die Grenzen des letzteren sind nicht bekannt ¹¹); es gehörte zu ihm die Gegend zwischen Steinweg und Bruchbrunnen ¹²). In der ganzen Feldmark liegen die kleineren Güter nâher an Sachsenhausen, die gröſseren weiter davon.

¹) Uglb. N. 84 No. 150. ²) Die Darlegung der Beweismomente muß einer anderen Gelegenheit vorbehalten bleiben. ³) Siehe hier und bei allen folgenden Wegen das Wegeverzeichnis.) Uglb. N. 84 No. 150. ³) Uglb. N. 84 No. 150. ¹⁶) Vor der D.-H.-Mühle, s. Bel.-Pl. u. Flurb.) Uglb. A. 93 A.-E. ³⁸) Uglb. N. 84 No. 150.) Flurb. ¹⁰) Niederräder Grenzbegehung von 1668, Uglb. B. 42 G. ggg. Tom. 5. ¹¹) Westgrenze wohl sicher die Oppenheimer Straße. ¹²) Sie hieß 1646im Zingell; Zingelfeld aber war ein anderer Name für Mittelfeld; Näheres unten.

2