Aufsatz 
Zur Topographie und Geschichte der linksmainischen Landwehren der Reichsstadt Frankfurt
Entstehung
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kommen vor. Auch die Brücken waren ursprünglich aus Holz, und einige abnehmbar. Später finden sich meist gewölbte Steinbrücken. Fufswege schützte man mitunter gegen Reiter durch ein Drehkreuz oder einen Haspel. Die Form ist die noch übliche. Solche Haspel dienten auch neben Schlägen als Durchlässe für Fufsgänger. Einen Fahrweg schloſs man stets durch einen Schlag(auchumbgender slag, Riegel, Pforte, Werre genannt), der gewöhnlich auf der inneren Grenzlinie der Landwehr stand. Beim einfachen Schlag drehte sich zwischen zwei Pfosten ein horizontaler Riegel in einem Zapfen. Doppelschlag scheint die Form geheiſsen zu haben, bei welcher den einfachen Riegel ein aus zwei Riegeln und mehreren Verbindungshölzern gefertigter Rahmen vertrat, wie bei den in England so häufigen Gatterthoren. Im XVII. Jahrhundert kamen auch Schläge auf, deren Riegel mit Eisenstacheln besetzt war. Oft werden die Schläge alssloſzhafftig bezeichnet und Schlüssel zu ihnen erwähnt. Schlagbäume(fallrigel) kommen ebenfalls vor, besonders an Warten, auch sie oft mit Stacheln besetzt. Bei wichtigen Durchgängen stehen auch zwei Schlaâäge hinter einander, wodurch die Ankommenden leicht an jeder Bewegung gehemmt werden konnten. An beiden Arten von Durchgängen finden sich oft Ruhebänke, ursprünglich von Holz, die erhaltenen steinernen meist aus Bockenheimer Blauem(Basalt). Ihr niederer Teil diente als Sitz, der höhere zum Abstellen der Kopflasten. Die Ruhebänke pflegen innerhalb der âusseren Landwehrgrenze, parallel dem Wege, aber bald rechts, bald links zu stehn.

An den DurchgäÄngen der Hauptstrassen standen Warten, die drei rechtsmainischen und wahrscheinlich die alte Sachsenhäuser Steinwarte links, die jetzige Sachsenhäuser rechts vom Ankommenden. Jede Warte bestand aus einem ummauerten, verteidigungsfähigen Fliehhof', in welchem sich ein Turm(Bergfried) zum Beobachten und Zeichengeben erhob; daneben Wohn- und Wirtschaftsgebäude für den Wartmann. Der Brunnen steht bei den erhaltenen Warten so in der Hofmauer, daſs er von innen und von aufsen benutzt werden kann. Andere Verstärkungen an wichtigen Durchgängen sind die(der) Brustwehr, die(der) Schnecke und der Erker.

Landwehren, welche nicht schon vorhandene Gräben benutzen, werden grundsatzlich an Wegen angelegt, und zwar thunlich an der Innenseite, um die Zahl der Durchgänge zu verringern. Die innere Grenze solcher Landwehren zeigt meist einen Begleitweg, als Zugang zur Landwehr selbst und zu den Gütern der Anlieger.

In ähnlicher Weise wie die eigens angelegten Landwehren in den geschilderten Formen verwendete man auch passende Geläàndegegenstände, wie Brüche, sumpfige Wiesen, steile Böschungen, Gräben, Weiher u. s. w., indem man sie teils so, wie sie waren, als Schutzwehren benutzte, teils durch künstliche Zuthaten verstärkte. Auch sie sind in den Kreis unserer Untersuchungen zu ziehen, zumal eine scharfe Grenze zwischen ihnen und den eigentlichen Landwehren, die sich ja selbst mit Vorliebe an geeignete Geländeteile anschlossen, nicht gezogen werden kann. Als eigentliche Landwehren werden im Folgenden nur diejenigen Anlagen bezeichnet, denen dieser Name thatsächlich beigelegt worden ist.

Haspel.

Schläge.

Ruhebänke.

Warten.

Begleitwege.

Schützende Einschlüsse.