Aufsatz 
Goethe als Erzieher / von Otto Paulus
Entstehung
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4. Die Richterſche Denkmünze, geſtiftet im Jahre 1847 von ehemaligen Schülern des erſten Rektors des Caſſelſchen Lyceums Karl Ludwig Richter( 1802) zur Verleihung an ſolche Abiturienten des Friedrichs⸗Gymnaſiums, die ſich durch Fleiß und Sittlichkeit während ihres geſamten Aufenthaltes in Prima bewährt haben. S. Programm 1848, S. 79 ff. Die Denkmünze wurde am 19. Februar d. J. dem Abiturienten Ludwig Spohr verliehen.

5. Die Flügel⸗Stiftung, geſtiftet im Jahre 1870 von ehemaligen Schülern des Profeſſors Dr. Johannes Flügel(Lehrers am Gymnaſium von 1835 bis 1870, verſtorben in Caſſel am 18. Januar 1894) zur leihweiſen Abgabe von Schulbüchern und zur unentgeltlichen Verteilung von Schulheften an bedürftige Schüler des Friedrichs⸗Gymnaſiums. S. Programm von 1872, S. 30 f. Aus dieſer Stiftung wurden im Laufe des verfloſſenen Schuljahres Bücher und Schreibhefte an etwa 60 Schüler ausgegeben. Der Kapitalſtock der Stiftung beträgt 4682,10 Mark.

6. Das Prinz Wilhelm⸗Stipendium, geſtiftet 1877 von Ihren Königlichen Hoheiten dem Kronprinzen Friedrich und der Frau Kronprinzeſſin Viktoria zum Andenken an den Gymnaſialbeſuch Sr. Königlichen Hoheit des Prinzen Wilhelm, jetzigen Deutſchen Kaiſers und Königs Wilhelm II. Majeſtät, für Studierende, die an dem Friedrichs⸗Gymnaſium die Entlaſſungsprüfung als Schüler der Anſtalt beſtanden haben, und zwar in erſter Linie für ſolche, die Söhne von Lehrern dieſes Gymnaſiums ſind. S. Programme von 1877, S. 56 und von 1889, S. 71. Dieſes Stipendium erhält von Michaelis 1903 ab der stud. rer. techn. Martin Hüpeden.

7. Das Jubiläums⸗Beneficium, geſtiftet beim erſten hundertjährigen Jubiläum des Friedrichs⸗Gymnaſiums im Jahre 1879 zur Unterſtützung bedürftiger und würdiger Schüler dieſer Anſtalt. S. Programm von 1880, S. 23. ff. Der Kapitalbeſtand der Stiftung beträgt 4683,67 Mk. Das Beneficium wurde zu einer Hälfte dem Oberprimaner Ludwig Spohr, zur anderen Hälfte dem Oberprimaner Alexander Weith verliehen.

8. Das Dr. Ernſt Kornemannſche Stipendium, geſtiftet 1879 von dem früheren Schüler des Gymnaſiums, dem am 3. November 1892 als Inſtitutsvorſteher in Paris verſtorbenen Dr. Ernſt Kornemann, für ſolche Studierende der neueren Sprachen im Ausland, welche Abiturienten des Friedrichs⸗Gymnaſiums geweſen ſind. S. Programme von 1880, S. 25 und von 1881, S. 68 f. Der Kapitalbeſtand dieſer Stiftung beträgt 23 991,76 Mk. Für dieſes Stipendium war in dem abgelaufenen Schuljahr kein Bewerber vorhanden.

9. Die Lotzſche Stiftung, begründet 1879 durch ein Geſchenk des Bankiers Edmund Lotz als Beihilfe zu den Ausbildungskoſten für Söhne von Lehrern des Friedrichs⸗Gymnaſiums. Siehe Programme von 1880, S. 25 und von 1881, S. 69. Das Stiftungskapital iſt durch weitere Zuwendungen und Zinſenertrag auf 6000 Mark angewachſen. Das Stipendium der Stiftung erhielt im abgelaufeneu Schuljahr der stud. rer. techn. Martin Hüpeden.

10. Die Dr. Friedrich Großſche Stiftung, ein Vermächtnis des früheren Lehrers des Gymnaſiums(1845 bis 1847 und 1854 bis 1875), des am 30. September 1879 als Bibliothekar der Landesbibliothek in Caſſel verſtorbenen Dr. Friedrich Groß zur Unterſtützung bedürftiger und würdiger Schüler des Friedrichs⸗Gymnaſiums, zunächſt ſolcher, die der Familie des Stifters angehören. Siehe Programm von 1881, S. 13. Das Kapital dieſer Stiftung beträgt 3122,26 Mk. Die Zinſen wurden ſtiftungsmäßig den beiden Enkeln des Stifters, dem Untertertianer Werner Groß und dem Quartaner Wilhelm Groß, verliehen.