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Antwort. Und hierher gehört auch jene unterrichtliche Ver⸗ irrung, welche, in die früheſten Jahre ſchon eingreifend, das Kind von Stufe zu Stufe über ſeine natürlichen Grenzen hinauszuheben ſucht— ein viel beſprochenes, auch von uns ſchon erörtertes Kapitel. Auch dieſe Verirrung des Anti⸗ cipierens deſſen, was in Arbeit und Erholung der folgenden Lebensſtufe angehört, näher betrachtet muß ſie ja auch zur Unfreiheit führen, nicht zu der erſtrebten Freiheit. Denn Freiheit bedarf Kraft, und durch das ſtörende Eingreifen in den natürlichen Entwickelungsprozeß wird die Kraft ver⸗ zehrt oder mindeſtens geſchwächt. Die Gewichte, welche ſich an das Leben des Menſchen in dem Dienſte der Äußerlich⸗ keit herabziehend hängen, wirken um ſo ſtärker, je geringer die Widerſtandskraft, der Zug nach oben iſt; was der Mann, wenn auch mit Kampf und Noth, zu überwinden und abzuſchütteln vermag, den Jüngling droht es auf immer niederzuwerfen. Was endlich muß dabei mehr benachtheiligt werden als jener ideale, nach oben gewandte Sinn, der höchſte Schmuck, das reinſte Glück der Jugend, für den Gottes Gnade Geiſt und Gemüth gerade der Jungfrau und des Jünglings ſo zugänglich gemacht, den er in ſeiner Weis⸗ heit an die Thüre des Mannes⸗ und Frauenlebens in Benuf und Haus geſetzt hat?
Darf endlich neben dieſen allgemeineren Sigenchinlih⸗ keiten unſerer heutigen Erziehung noch einiger nicht in dem⸗ ſelben Umfange und demſelben Maße wahrnehmbarer Er⸗ ſcheinungen gedacht werden, ſo könnte noch von einer gewiſſen Weichlichkeit der Erziehungstheorien und der erzieheriſchen Praxis geſprochen werden, ſowie von einer nachtheiligen unterſchätzung der„Autorität.“ Was das Erſtere betrifft, ſo wollen wir das Thema des vorjährigen Programms nicht wieder aufnehmen, obwohl es ſich recht gut nach einer


