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andern Seite hin weiter ausführen ließe. Denn wenn in vielen und weſentlichen Stücken den ÄArzten hinſichtlich ihrer mannigfachen Wünſche und Anforderungen an die Schule und deren Einrichtungen beigetreten werden durfte, ſo wird doch auch einem übertreiben dieſer Forderungen und mehr noch einer unverſtändigen Praxis auf Grund ſolcher ärzt⸗ lichen Kundgebungen zu wehren ſein. Die nicht genug zu empfehlende Rückſichtnahme auf die leibliche Geſundheit der Kinder ſoll doch nimmermehr in eine Verweichlichung des Leibes, die nothwendig zur Verweichlichung des ganzen Menſchen wird, ausarten, die Schonung der Zeit und Kraft des Kindes nicht zu einem Mangel an ausreichender und wirklich ſtärkender Übung dieſer Kraft werden! Diesmal gilt die„Weichlichkeit“ mehr einem, wie es ſcheint, irrigen Humanitätskultus, der ſich in einer nur gar zu oft auf⸗ tretenden Abneigung gegen Strenge und Zucht im guten Sinne des Wortes richtet. Härte und despotiſche Willkür gehört freilich nicht in eine Erziehung, die den inneren Menſchen ergreifen und emporziehen will, ſtarke Mittel dürfen nur, wo es Noth thut, und nicht aus einer leidenſchaftlichen Erregung des Erziehers heraus angewendet werden: weiſe Strenge aber, die ſich vor dem Verſagen, vor dem Ver⸗ weiſen, vor dem Schmerze nicht ſcheut, den die Strafe auch dem Strafenden bereitet, die iſt wahrlich ein Bedürfnis des Zöglings, ſie iſt ihm eine wahre Wohlthat. Allzuſehr ſchonen und verdecken, ja ſelbſt vertheidigen, wo es ſich oft um gar ernſte Verirrungen und gefährliche Gewöhnungen der Kinder handelt, das iſt keine Milde, ſondern vielmehr grauſame Härte; denn in der Regel wird Strafe und Buße dann dem ſpäteren Leben überlaſſen, das ſie ſtrenger und rück⸗ ſichtsloſer auferlegt. Auch hier gilt es einer Befreiung, dem Freiwerden von dem Joch der eigenen Schwächen, und dieſe


