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vergeſſen, je weniger es als Material wirklicher Kraftbildung gedient hat.
Indeſſen dieſe Seite unſrer Schul⸗ und Erziehungs⸗ zuſtände wollen wir jetzt nicht ausführlicher betrachten, da gerade dieſes Kapitel von der einſeitigen Stoffliebhaberei, von dem Vielerlei des Unterrichtsſtoffes, von verfrühtem Berufsunterrichte, von zu kurzer Schulzeit und ähnlichen Dingen gar zu oft behandelt und auch ſchon in unſern Programmen berührt worden iſt. Es iſt ein andrer Punkt, den wir hier noch ins Auge faſſen möchten, ein Moment von noch größerer und bedenklicherer Tragweite, zudem jenem erſten nahe verwandt; nämlich die im Zuſammen⸗ hange mit dem falſchen Intellektualismus ſtehende Hintan⸗ ſetzung der eigentlichen Erziehung. Es ſcheint doch dringend nöthig, hier die wirkliche Sachlage recht unbefangen zu prüfen, und nicht, wie es nur zu oft geſchieht, unan⸗ genehmen Erkenntniſſen ſchlau aus dem Wege zu gehen. In der That ſcheint unſre Zeit den Erziehungsbeſtrebungen im engern Sinne recht wenig günſtig zu ſein. Dagegen ließe ſich freilich der Umſtand geltend machen, daß auch von Er⸗ ziehung leidlich viel die Rede iſt, alſo auf ein lebhafteres Intereſſe dafür geſchloſſen werden darf. Will man dieſen Schluß gelten laſſen, der bei der großen Redeluſt unſrer Tage freilich gewagt erſcheint, ſo müſſe man einen Schritt weiter vorgehen und ſogar die Befähigung unſrer Zeit für gedeihliche Ergreifung erziehlicher Thätigkeit bezweifeln. So weit möchten wir indes in dieſer Anklage ſchon deshalb nicht gehen, weil zu ſcharfer Vorwurf in der Regel wir⸗ kungslos bleibt. Die Aufmerkſamkeit weiterer Kreiſe aber auf einige nicht unbedenkliche Erſcheinungen in unſern Er⸗ ziehungszuſtänden hinzulenken und dadurch, inſoweit möglich, auf Beſſerung hinzuwirken, ſcheint eine dringliche Pflicht
Höb. Bürgerſch. 2


