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beeinträchtige, welche Hinderniſſe dem glücklichen Gedeihen des Erziehungsweſens etwa im Wege ſtehen? Gewiſſe, aus der Natur alles Menſchlichen abzuleitende Schwächen und Un⸗ vollkommenheiten an Perſonen und Einrichtungen werden dabei weniger ins Auge zu faſſen ſein: dieſes verbreitetſte aller Hinderniſſe iſt auf allen Gebieten menſchlicher Thätig⸗ keit dasſelbe und iſt zugleich das leider unbeſiegbarſte. Viel⸗ leicht finden wir andere Erſcheinungen und Verhältniſſe, welche einerſeits dem Unterrichts⸗ und Erziehungsweſen eigen⸗ thümlich, andererſeits allgemeiner Natur ſind, indem ſie mehr oder minder überall auf dasſelbe einwirken. Jedenfalls wird es ſich nicht um ein einzelnes hinderndes Moment handeln, ſondern verſchiedene Urſachen werden zuſammenwirkend jene Mängel und Gebrechen hervorrufen, deren Abhilfe gewünſcht und erſtrebt wird, und zu deren glücklicher Heilung die klare Erkenntnis der Urſachen jedenfalls der erſte Schritt ſein muß. Mit einigen dieſer das Wirken und die weitere Entwicklung des Erziehungsweſens hemmenden Verhältniſſe und Zuſtände, und zwar mit beſonders einflußreich ſcheinenden, wollen wir uns im Folgenden beſchäftigen.
2.
Wer ſich irgend mit der Geſchichte der Völker und Staaten bekannt gemacht hat, der weiß, wie einzelne Zeitperioden bei einzel⸗ nen Nationen ihren eigenthümlichen Charakter haben. Auch das Leben der Geſammtheit ſpiegelt jenen Wechſel von Neigungen, Richtungen und Beſtrebungen wieder, der das Leben des In⸗ dividuums ſo mannigfaltig geſtaltet. Nicht jedem Zweige menſchlichen Thuns iſt jede Zeit in gleichem Maße günſtig; manche Beſtrebungen werden begünſtigt, andere zeitweilig


