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mählich eine eigene Erziehungslehre und Erziehungskunſt und ein ihnen ſich ausſchließlich widmender Stand herausgebildet hat: ſo kann ſicherlich nicht noch bezweifelt werden wollen, ob es mit den Reſultaten dieſer Veranſtaltungen und Ent⸗ wicklungsprozeſſe im ganzen auch wirklich beſſer geworden ſei. Das Leben weiſt ſo weit gehende Zweifel ſicher zurück: die Zahl der abſolut Bildungsloſen hat ſtetig abgenommen und iſt bereits auf ein erfreuliches Minimum reduciert; in gleicher Weiſe hat ſich auch der Inhalt der einfachſten Bil⸗ dung gehoben, indem allerlei Kenntniſſe und Einſichten, welche über das Leſen, Schreiben, bürgerliche Rechnen hinausgehen, jetzt auch im Stande der Arbeitenden und Dienenden ſelten ganz und gar fehlen. Es hat eine Entwickelung nach zwei Seiten hin ſtattgefunden: erſtlich iſt ein gewiſſes Maß von Bildung bis in die niedrigſten Schichten des Volkes vor⸗ gedrungen, und zweitens hat ſich das geſammte Bildungs⸗ niveau nicht unbedeutend gehoben, ſo daß die Differenz zwiſchen der elementarſten und einfachſten Stufe und der höheren Sphäre etwas vermindert worden iſt. Wie ungleich wenigere geradezu bildungslos bleiben, ſo können ungleich mehrere als Gebildete bezeichnet werden. Insbeſondere hat denn auch die ſpezielle Fachtüchtigkeit auf vielen Gebieten zugenommen, indem ſich die Bildungswege allmählich immer mehr zu Gunſten der beſonderen Bedürfniſſe der einzelnen Berufszweige ſonderten, ſo daß heut zu Tage kaum noch ein irgend ſchwierigeres und wichtigeres Berufsfeld beſonders zu ihm hinleitender Fachſchulen entbehrt.
Iſt nun aber dieſer Fortſchritt auf dem Gebiete der geiſtigen Kultur auf Rechnung des Unterrichts⸗ und Er⸗ ziehungsweſens zu ſetzen? So gewiß die Thätigkeit deſſelben einen weſentlichen Antheil an dem Erfolge hat, ſo darf ihr doch nicht alles zugeſchrieben werden. Die Schule insbeſon⸗


