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Unterrichts⸗ und Erziehungsweſen beunruhigend einwirken, dieſe Bezugnahme auf das Allgemeinere, auf die Zuſtände und Bedürfniſſe des Berufsgebietes geradezu unvermeidlich ſein.
Eine ſolche ſuchende und verſuchende Zeit iſt die unſere: auch unſer Berufsgebiet und gerade dieſes iſt von der un⸗ ruhigen Bewegung ergriffen, welche neues Leben in neuen Formen hervorbringen will. Und es kann nicht anders ſein. Denn wenn Bildung und Geſittung Frucht der Kultur iſt, ſo iſt beides doch auch der unentbehrlichſte und wirkſamſte Hebel für weitere Kulturentwickelung. Wer Fortſchritte auf irgend welchem Lebensgebiete für die Nachwelt ſicher ſtellen, wer Rückſchlägen vorbeugen will, der wird zu allen Zeiten auf das Unterrichts⸗ und Erziehungsweſen hingewieſen werden, als dasjenige Gebiet, welches unmittelbarer und beſtimmter als alle andern mit der Aufgabe betraut iſt, den Kultur⸗ erwerb der Väter auf die Kinder zu vererben und ſo der Entwickelung des Volkes Kontinuität zu ſichern.
Wir, die wir auf dieſem Gebiete unſeres Lebens Auf⸗ gabe gefunden haben, wir Schulmänner und Pädagogen dürfen dieſer unſrer Zeit nicht gram ſein, es wäre das un⸗ gerecht und undankbar. Oder wäre es nicht ungerecht, weil die Bewegung— wie es ja nicht anders ſein kann— allerlei irrige Anſichten, ſchiefe Urtheile, unzweckmäßige und ſelbſt unausführbare Vorſchläge mit herantreibt, dadurch den wirklichen Fortſchritt oft erſchwert und die an dem Werke der Jugendbildung unmittelbar Arbeitenden freilich gelegentlich mehr hindert als fördert,— wäre es nicht ungerecht, die Bewegung ſelbſt in ihren Motiven zu verdächtigen, in ihren Zielen gar zu verwerfen? Nicht undankbar, weil manche uns weſentliche Bedürfniſſe noch nicht befriedigt, berechtigte Wünſche noch nicht erfüllt ſind, zu verkennen, daß in den letzten 25 Jahren für die Bildung der deutſchen Jugend,


