Aufsatz 
Zur Schulreformfrage
Entstehung
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dazu gehören, die Reformbedürftigkeit eines ſo allgemein vom Reformſtreben ergriffenen Gebietes in Abrede zu ſtellen. Obwohl in der rückhaltloſen Anerkennung eines ſolchen Be⸗ dürfniſſes für den Schulmann ein tief ſchmerzliches Gefühl liegt, ſo wird ſie doch von keinem, der in den Stand der Dinge einzublicken Gelegenheit hat, verſagt werden können.

Unter dieſen Fragen nun heben ſich einige ganz beſon⸗ ders wichtige heraus, deren Löſung von dem eingreifendſten Einfluß auf alle übrigen iſt, obwohl ſie ſelbſt nicht rein pädagogiſcher Natur ſind. Das allgemeine Intereſſe, das ſich an dieſelben knüpft, ſowie ihre in die Augen ſpringende Wichtigkeit haben ſie denn auch in den Vordergrund der Reformdiskuſſion ſtellen müſſen, in der ſie gerade in neueſter Zeit wieder mit Lebhaftigkeit, ja ſelbſt leidenſchaftlich behan⸗ delt werden.

Die erſte und wichtigſte dieſer Fragen betrifft die Stel⸗ lung des Unterrichtsweſens zu Staat, Kirche, Gemeinde, Familie. Bekanntlich hat ſich auf dieſem Punkte ein heftiger Meinungsſtreit entſponnen, der zuverläſſig nicht eher ver⸗ ſtummen wird, als bis eine der Sache gemäße Entſcheidung getroffen iſt. Wie ſehr eine ſolche nöthig, lehrt ein Blick in die beſtehenden Verhältniſſe, der uns Staat und Kirche bisweilen geradezu im Kampfe um die Schule, dieſe ſelbſt in der wenig förderlichen Lage eines Streitobjektes zeigt, bald dahin, bald dorthin geriſſen, jedenfalls aber an'einer ſelbſtändigen Entwickelung gehindert. Die Gemeinde, deren nahes Anrecht ſo leicht erkennbar iſt, bleibt in der Regel auf die nützliche Thätigkeit des Geldſchaffens angewieſen und pflegt von Kirche und Staat nur dann vorgeſchoben zu werden, wenn es gilt, die Anſprüche des Widerparts abzu⸗ wehren. Die Familie endlich ſteht zu dem öffentlichen Schul⸗ weſen weder in einer geordneten äußeren, noch irgend leb⸗