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wegt, an Inhalt und Schwierigkeit iſt ſie wahrlich nicht gering. Geſtattete es uns der vergönnte Raum, ſo würde eine eindringendere Erörterung leicht zeigen, daß auf dem engen Terrain unſeres kleinen Staates ſo ziemlich alles Material vorhanden iſt, was ſich in den Schulreformbeſtre⸗ bungen großer Staaten befindet, und daß auf einigen Punk⸗ ten unſer Schulweſen ſogar vorzugsweiſe geeignet iſt, als praktiſche Unterlage für eine Beſprechung der allgemeineren Fragen zu dienen.
1.
Wenn man die große Zahl der Fragen, welche auf dem Gebiete unſeres Unterrichts⸗ und Erziehungsweſens der Prüfung und Entſcheidung harren, zu überblicken verſucht, ſo möchte man wohl irre werden in der befriedigungsvollen Zuverſicht, mit der wir auf den Zuſtand unſeres Bildungs⸗ weſens uns hinzuweiſen gewöhnt haben. In der That ſcheint es, als ob überall, von der Univerſität bis zur ein⸗ fachſten Landſchule herab, eine Miſchung von Tüchtigem und Verkehrtem, von Beſtandfähigem und Ueberlebtem, von Ge⸗ ſundem und Krankem vorhanden ſei, ja als ob nicht ſelten das der Reform Bedürftige den überwiegenden Beſtandtheil ausmache. Und mag auch manche der alle Zweige und Rich⸗ tungen des Bildungsweſens berührenden Anklagen nicht ge⸗ rechtfertigt oder wenigſtens nicht in ihrer ganzen Schärfe berechtigt erſcheinen; mag man ſich hie und da darauf be⸗ rufen können, daß eine Uebergangszeit, wie die unſrige, eine natürliche Neigung zur Hyperkritik des Beſtehenden hat: es würde ein Uebermaß von Optimismus oder von Trägheit


