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maligen uberdebenen Antwort, ſo dem Chrn inspectori obged. im voriden Japr ſchriftlichen von Iderem iſt uberſchickt worden, und gedenkt einider, auch mit Verluſt alles Zeitliches durch Gottes Gnad und Beiſtand bei ſolcher zu verharren, quia Lugustana confessio multa secum habet ex luto transsubstantiationis papisticae, nec illam interpretari nobis ex suno Scripturae, sansu conceditur, sed pro regula doctrinae obtruditur.
2) So können und wöllen auch die Ehrn Paſtores nicht der Augspurgiſchen Confession pure und indistincte under⸗ ſchreiben oder zu derſelbigen ſich ergeben wegen ihres teuweren und hohen Eids halben, den ſie dem Allmechtigen Gott und Vatter und unſerm Erlöſer Jeſu Chriſto, dem h. Geiſt, unſerm Tröſter und himmliſchen Lehrer geſchworen, bishero beſtändig gehalten, daruber ſo viel Tauſend geſtritten und martyrii coronam erlangt und deswegeu wie ſo viele Jahr hero ſo viel Ungemachs erlitten und noch andere Kirchen precibus et lacrymis et sanguine decertiren u. fempfen. Und were uns ein ewige Schand, daß wir ſo leichtfertig ſollen consentiren und annehmen eine Confession, darinnen viele Ding wider Gottes Wort von den Ubiquitisten ausgelegt werden und darneben noch ſchweren, daß wir bishero falſch und unrecht gelehrt und unſere antecessores verdammen, da heutiges Tags anderswo Jurſten, Regenten, Land und Leut gefunden werden, do das Evangelium pure gelehrt und defendirt wird, weder zur Apoſtel Zeit unter den heidniſchen Kaiſern, da nirgendwo in der ganzen Welt kein Herrſchaft oder Land zu finden, da Freundſchaft oder Beiſtand hette von ihnen können erlangt werden, weder wir heutiges Tags.
3) So haben die Ehrn Paſtores ihrer gethanen confessio einen rechten wahren, gewiſſen und unfehlbaren Grund, daß ſie weder im Verſtand noch Willen einigerlei widerſprechen, oder contrarium motum beſinden, darinnen ſie ſich nicht höchlich hetten zu erfreuen, daß mit der h. Schrift, der alten Vetter Lehr und praxi ecclesiae sub persecutionibus ſo vielfeltig unſere dogwata fidei et ecclesiae disciplina erzeuget, crwieſen, erhalten und zu uns ſeind fortgepflanzt worden, davon ſie in keinem einigen Punct wöllen beiſeit gehen, andere confessiones laſſen ſie an ihrem Ort beruhen. Wöllen aber hiemit keinem einigen Meuſchen einigen Rath oder Vorſchlag geben, daß er wider ſolche unſere Confession der reformirten Evangeliſchen Kirchen ſollen confecte rationes machen, juramenta praeſtirn und heut oder morgen ad praecavendam persecutionem ihre posteros zu ver⸗ warnen, dieſe unſere Lehr zu abjuriren und zu verſchweren.
4) Die Schäflein und Zuhörer betreffend, ſo ſeind die auch zwar unterſchieden pro mensura donorum spiritus et augmento fidei, auch zwar verpflichtet bei der Einfalt göttlicher Wahrheit zu bleiben, zu ſtehen, zu verharren bis in den Tod, ſo ſie anders mit Chriſto wollen Leben und Herrlichkeit erlangen. Es wird aber ſolche Wahrheit den Schäflein underſchiedlich vorgetragen und gelehret, izo wie Milchſpeis, gleich dem Apoſtel Paulo 1 Cor. 4, anderswo in Form harter Speis, das iſt izo in Form einfeltiger Art und Verſtand, der Geheimnis chriſtlichen Glauben gemeß, als in den catechismis und abſonder⸗ lichen Bekanntnüſſen Länder, Stätt und hoher Leut, da eine mehr hat Oels und Lebens von Chriſto dann die ander; alſo auch dieſe Augſpurgiſche confession iſt gleichſam ein etnfeltiger articulirter catechismus und Bekanntnus, darinnen der Grund Jeſus Chriſtus, die Hand der Glaub, die Prob Lieb und Werk gegen Gott und Menſchen, die instrumenta verbum Dei und sacramenta werden approbirt, und obwohl darinnen etliche Ding könnten ausgelaſſen und anders ausgelegt werden, ſo können doch einfeltige Schäflein und Chriſten dieſelbige Confession in allen Articuln, lieet non plenarie fidei dogmata in lis contineantur, annehmen, darin ſich ergeben, rebus sie stantibus ad evitandam horrendam Ecclesiae dissipationem etwas dulden und wie ein puerpera ſich auch mit ertichten untüchtigen Worten engſten laſſen, gleichwie zu Zeiten etlicher frommen Königen in Juda noch aberglaubiſche ceremonien und Höhen uberblieben, wann ſchon die Propheten, Prieſter und das Volk mit den Königen Gott ufrichtig dieneten, anderen ſo noch viel ulcera und naevos an ſich hatten, nachzugeben und zu dulden, bis daß extra ordinarie Gott Helden und Propheten erwecket, die eine universalem reformationem per Dei parastasin an Hand genommen.
Gotofridus Wenckenbach, pastor Hadam. Johannes Georgius Piscator,
Johannes Textor, pastor Mengerskirchianus pastor in inferiore Hadamaria. Wilhelmus Siebenborn, pastor in Frickhoven. Nicolaus Schlaffius, p. in Eppenrodt.
Magnus Theodorici, pastor in Elsoffe. Johannes Zilerus, Paſtor Rotzenhainensium. Johann Jacob Nisnerer, past. in Renderod. Christophorus Dalby, pastor
Philip. Athleta, pastor Weyeranus Zeytzheimensis et inspector.
Erasmus Floretus, pastor Heenensis. Simon Rivius, pastor Dilhusianus.
18) Johaun Jakob Hermannus, Profeſſor zu Herborn, an Dillenburgiſchen Amtmann und Räte, Herborn 1. Mai 1629.(Kopie.)
— Das Schreiben, ſo Ew. Herrlichkeit mir zugeſchickt, iſt zweifelsohne von einem frommen, der wahren Religion
zugethanen Juriſten geſtellt worden, meine Collegen und ich halten darvor, der rechte Weg werde darin gewieſen, welchen man
bei dieſer großen Religions Gefahr gehen müſſe. Ich bin noch der Meinung, man ſollte nicht allein dieſe vorgeſchlagenen Mittel


