Obersekunda.
Ordinarius: Im Sommer: Oberlehrer Dr. Büsgen. Im Winter: Gymnasiallehrer Dr. Lohr.
1. Religionslehre: a) EZoangelische. 2 St.— Kirchen- geschichte bis zu Calvins Tod. Repetition der früheren Abschnitte(Noack§. 46— 86). Gelesen das Evangelium nach Marcus und einige Kapitel des ersten Korintherbriefes im Urtext. Kirchen- lieder und Sprüche. Lohr.
b) Katholische. 2 St.(komb. mit II 1 des R.-G.) — Die Lehre von der Offenbarung überhaupt und von der Göttlichkeit des Christentums und der Kirche im besonderen.(Apologetik.)
Wedewer.
2. Deutsch: C. A: 2 St. C. B: 2 St.— Gelesen und
erklärt wurden: Schillers„Spaziergang“ und „Eleusisches Fest“, Goethes„Hermann und Doro- thea“, Schillers„Wilhelm Tell“,„Jungfrau von Orleans“, Repetition früher gelernter Gedichte. Das Wichtigste über Tropen und Figuren.
Aufsätze über folgende Themata:
. Ferro nocentius aurum. GChrie)(Elassenarbeit.)
. Die Vorgeschichte in Goethes„Hermann und Dorothea“.
. Die französische Revolution als Hintergrund in Goethes„Hermann und Dorothea“.
.„Böse Gesellschaften verderben gute Sitten“. (Cbhrie.)(Klassenarbeit.)
Was läfst sich für und wider den Ausspruch Ovids sagen: differ, habent parvae commoda- magna morae?) 6. Inwiefern durfte Schiller sagen:„Des Menschen
Engel ist die Zeit?“ G
7. Welch kulturhistorisches Bild entwirft Schiller
in seinem„Spaziergange“?(Klassenarbeit.)
8. Die Entscheidungsschlachten des Altertums. 9. Concordia parvae res crescunt, discordia
maximae dilabuntur.(Chrie.)(Klassenarbeit.)
10. Schuld und Sühne der„Jungfrau von Orleans“
nach Schiller.(Klassenarbeit.) Flach.
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3. Latein: C. A u. C. B: komb. 7 St., aufserdem C. A:
1 St. u. C. B: 1 St.— a) Grammatik: Tempora, Modi, Infin., Participien, Gerund. u. Supinum nach Ellendt-Seyffert. epetitionen aus den vorher- gehenden Pensen. PDas Wichtigste aus der lat. Stilistik. Mündliche Ubungen aus Süpfles Ubungs- buch. Wöchentlich abwechselnd Exercitien und Extemporalien.
b) Prosaische Lektüre: Cic. de imperio Cn. Pompeii. Livius XXII. Cic. pro Milone.
.c) Poetische Lektüre: 2 St. Vergil. Aen. VI, VII bis 300. Repetition der prosodischen Regeln.
S.: Büsgen. W.: Lohr.
4. Griechisch: C. A: 5 St. u. C. B: 5 St., aufserdem 2 St. komb.— a) Grammatik: 2 St. Tempora, Modi, Infinitiv und Participium nach Curtius' Grammatik und Böhmes Ubungsbuch. Wöchentlich abwechselnd ein Exercitium und Extemporale. Mündliche Ubun- gen und Repetitionen.
C. A: F.: Büsgen. W.: Adam. C. B: Müller.
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b) Prosaische Lektüre: 3 St. C. A: Herodot VIII, 1— 100; Xenoph. Memorab. III, IV, 1, 2. Büsgen. Adam.
C. B: Xen. Memor. I, II, mit Auswahl Herod. I. Müller.
c) Poetische Lektüre: 2 St Hom. Od. 15, 16,
17, 18, 19, 20, 21. Memgoriert 15, 1— 42, 17,
254— 310, 19, 467— 507. Kurze Repetition des Inhaltes der Bücher 1—14. Lohr.
5. Französisch: C. A u. B je 2 St.— a) Gram-
matik: Plötz' Schulgrammatik, Lekt. 50— 69; alle
14 Tage abwechselnd Exercitien und Extemporalien.
b) Lektüre: Lüdeckings Lesebuch II, Er-
zählungen 8, 9, 11, 17; Gedichte. Natur- und Volksleben 3. Ammann.
Hebräisch(fakultativ): 2 St.— Schriftliche und mündliche Einübung des starken Verbums nach Seffers Lehrbuch. Spiefs.
. Englisch(fakultativ): 2 St.— a) Grammatik: Gesenius' Lehrbuch II?§. 1— 139; alle 14 Tage abwechselnd Exercitien und Extemporalien.
b) Lektüre: Tales from Shakespeare by Charles Lamb; Zeitalter der Stuarts aus Chambers' In- formation for the People. Ammann.
Geschichte: 2 St.— Römische Geschichte bis 180 n. Chr.— Repetitionen. Scholz. Thomae.
9. Geographie: 1 St.— Physische und politische Geographie von Asien und Afrika. epetition der physischen und politischen Geographie von Europa. Scholz. Thomae.
10. Mathematik: a) Arithmetik 2 St.— Repetition der Potenzen und Wurzeln; Logarithmen; Gleichungen ersten Grades mit mehreren Unbe- kannten und zweiten Grades mit einer Unbe- kannten. 3
b) Geometrie 2 St. Abschluſs der Planimetrie,
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Trigonometrie.§.: C. A: Bücheler. C. B: Klau. W.: komb. Klau. 11. Physik: 2 St.— Allgemeine Eigenschaften der
Körper; Wärme; Magnetismus und Elektrizität. S.: C. A: Bücheler. — C. B: Klau. W.: komb. Klau.
Untersekunda.
Ordinarien: Cötus A: Oberlehrer Dr. Flach. Cötus B: Oberlehrer Dr. Adam.
1. Religionslehre: a) Ewangelische. C. A u. B: komb.
2 St.— Kirchengeschichte bis zur Reformation.
— Lieder und Sprüche wurden repetiert.— Ge-
lesen im Urtext und erklärt die Apostelgeschichte. Spiefs.
b) Katholische. 2 St.(komb. mit II 2 des R.-G.)—
Kirchengeschichte, II. Teil, von Gregor VII. bis zum XVIII. Jahrhundert. Wedewer.
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