Aufsatz 
Zur Geschichte des alten Gymnasiums zu Montabaur
Entstehung
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5. J. P. Schmitz, geb. den 18. Juni 1839 zu Trier, bezog, vorgebildet auf dem Gymnaſium ſeiner Vaterſtadt, im Herbſt 1859 die Univerſität zu Bonn und Oſtern 1861 die Akademie zu Münſter, um Philologie zu ſtudiren. Im Mai 1865 beſtand er vor der wiſſenſch. Prüf. Commiſſion zu Münſter die Prüfung pro. fac. doc. und wurde, nach Abſolvirung des Probe⸗ jahres am Gymnaſium zu Trier, im Sommerſemeſter 1867 an der dortigen Realſchule kommiſſa⸗ riſch in Vertretung eines Lehrers beſchäftigt. Im Herbſte 1868 zum Lehrer des hieſigen Pro⸗ gymnaſiums gewählt, iſt er zu Oſtern 1869 definitiv ernannt und am 7. Juli 1869 durch den Rek⸗ tor vereidigt worden.

6. Franz Joſef Wahle, geb. zu Winterberg(Weſtfalen) den 27. Juli 1844, ab⸗ ſolvirte die Gymnaſialſtudien zu Brilon und widmete ſich von Herbſt 1863 bis Herbſt 1866 auf der Königl. Akademie zu Münſter philologiſchen und hiſtoriſchen Studien. Im März 1867 da⸗ ſelbſt zum Dr. phil. promovirt, legte er im November desſelben Jahres die Prüfung pro fac. doc. ab. Das geſetzliche Probejahr hielt er am Gymnaſium zu Paderborn, wo er proviſoriſche Be⸗ ſchäftigung fand, bis er Herbſt 1869 an die hieſige Anſtalt berufen wurde.

7. Auguſt Franken, geb. 13. Dezember 1845 zu Mülheim a. d. R., genoß ſeine Vorbildung theils auf der Realſchule I. O. ſeiner Vaterſtadt, die er mit dem Zeugniſſe der Reife verließ, theils auf dem Gymnaſjum zu Eſſen, von welchem er Herbſt 1865 nach beſtandener Abiturienten⸗Prüfung abgiug. Demnächſt hat er 2 Semeſter in Bonn, 1 Semeſter zu Berlin und abermals 3 Semeſter in Bonn dem Studinm der neueren Sprachen und der Geſchichte ob⸗ gelegen. Im Nov. 1869 erwarb er bei der wiſſenſchaftlichen Prüfungs⸗Kommiſſion zu Boun die fac. doc, und wurde mit dem 1. Januar 1870 kommiſſariſch am Proögymnaſium angeſtellt.

8. Fr. Joſef Groos, geb. 28. Juli 1847 zu Limburg a. d. L., beſuchte von 1863 bis 1866 das Lehrerſeminar zu Montabaur, fungirte von Mai bis Auguſt 1866 als Subſtitut in Königſteiu, von Oktober 1866 bis Oktober 1869 als Lehrgehuülfe zu Aßmannshauſen und iſt ſeitdem ordentlicher Elemeutarlehrer am Progymnaſium zu Montabaur.

Am Sonutag, den 21. Februar 1869, gingen zum erſten Male ſämmtliche Lehrer und kath. Schüler der Auſtalt gemeinſchaftlich zur öſterlichen h. Kommunion. Außerdem wurden den Schülern in der Regel alle 6 Wochen von dem Religionslehrer des Progymnaſiums die h. Sakrameute gereicht, wobei meiſt einige Lehrer an der Feier Theil nahmen. In dieſem Jahre hat die gemeinſame öſterliche h. Kommunion am Sonntag, den 20. März c., ſtattgefunden.

Am 8. Juli 1869 unternahmen Lehrer und Schüler eine Turnfahrt nach Schloß Schaum⸗ hurg, von wo ſie ſpät Abends in froheſter Stimmung zurückkehrten.

Am Mittwoch, den 4. Auguſt 1869, betheiligte ſich die Schule an dem feierlichen Empfange des Hochwürdigſten Herru Biſchofs von Limburg. Se. Biſchöfl. Gnaden ſpendeten am darauf folgenden Tage 58 Progymnaſiaſten das h. Sakrament der Firmung.

Im Auftrage des Herrn Miniſters revidirte am 7. Auguſt 1869 Herr Dr. Euler, erſter Civillehrer der Kgl. Central⸗Turnanſtalt zu Berlin, den Turnbetrieb an hieſiger Anſtalt und ſprach,