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geeignet ſind, ſo kann ich dabei nur die reifern Früchte ſeiner ſchriftſtelleriſchen Thätigkeit im Auge haben. 4 Es iſt eine oft ausgeſprochene Behauptung, daß der gewaltige Eindruck, welchen Schiller's Dichtungen auf die Jugend ausüben, mehr ihrem geiſtigen Gehalt als ihrer Schönheit zuzuſchreiben ſei, und ich meinerſeits kann dieſer Behauptung nicht widerſprechen. Doch ſollten wir uns durch ſie nicht verleiten laſſen, den äſthetiſchen Werth und die äſthetiſche Wirkung dieſer Dichtungen zu gering anzuſchlagen. Und wenn auch die zartere Jugend das, worin vorzugsweiſe ihr wahrer poetiſcher Werth beſteht, noch nicht zu würdigen vermag und ſehr oft gerade durch die Eigen⸗ thümlichkeiten, welche die äſthetiſche Kritik mit Recht gering achtet oder tadelt, beſtochen wird zu begeiſterter Lobpreiſung: ſo darf dieß uns eben nicht ſehr bedenklich machen; es darf getroſt be⸗ hauptet werden, daß trotz alles falſchen Urtheils doch im Grunde bereits die wahren Schönheiten es ſind, welche, nur noch unbewußt, zu jenem Eindrucke mitwirken, und vor Allem dürfen wir nicht vergeſſen, daß gerade die Fehler, welche vom ſtreng äſthetiſchen Standpunkte aus manchen Dichtungen Schiller's vorgeworfen werden, mit ihren größten Vorzügen, beſonders mit dem hohen Werthe ihres Gehaltes innig zuſammenhangen. Als ein Grundmerkmal dieſes Gehaltes tritt uns zunächſt das Gedankenhafte, das ſtrenge und unumwundene Streben zum Ganzen und Allgemeinen entgegen. Schiller's Poeſie


