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II.
Das erſte Opfer, welches Schiller dieſem Berufe brachte, war die Verzichtung auf ſeine Eltern, Geſchwiſter und Freunde, auf ſeine Heimat und die, wenn auch nichts weniger als glänzende, doch ſeine Zukunft äußer⸗ lich ſichernde Stellung. Der Entſchluß hierzu konnte bei ihm nicht ausbleiben, ſobald der des⸗ potiſche Herzog Karl ihm jede fernere Veröffent⸗ lichung ſeiner Dichtungen verboten hatte, und Schiller war nicht der Mann, der den Entſchluß auf die That hätte warten laſſen. Man ſage nicht, daß dieſes Opfer für den begeiſterten Ver⸗ fechter des Weltbürgerthums kein ſchweres habe ſein können. Schiller vereinigte, wie er überhaupt ein Typus echt deutſcher Art war, in ſeinem Weſen zwei ſcheinbar mit einander unverträgliche Eigenthümlichkeiten, welche mehr oder minder ſich bei allen Stämmen deutſcher Nation und ganz beſonders bei dem dentſchen Schweizer aus⸗ geprägt finden: die Heimatsliebe, die An⸗ hänglichkeit an das engbegrenzte Stück Erde, dem wir durch Geburt, durch erſte Gewöhnung und Erziehung angehören, und das Hinausſtreben aus dieſer Schranke in weite Fernen. Daß der Dichter des Marquis Poſa ſeinem Geburtslande Schwaben ſtetsfort auch in der Ferne ein warmes Herz bewahrt habe, daran dürften wir ſelbſt dann nicht zweifeln, wenn wir dafür kein anderes Zeug⸗ niß beſäßen, als die Mähre vom Grafen Ger⸗ hard, und daß nur der Genius, der höhere Herr, in deſſen Pflicht er als Sänger ſtand, ihn ver⸗


