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welchem sie standen. Damit fällt also sowohl die vorsichtige Angabe Rankes, dass nur ein Theil zurückgeblieben sei und dass ein Regiment Brandenburg, sofern es ein kurfürstliches sein soll, sich bei London gelagert, als auch die Theilnahme des Regi- mentes an der Boyneschlacht und dem Sturm auf Limerick, zumal der Ausdruck legio bei Pufendorf und die Erwähnung der Brandenburger in der Boyneschlacht neben der holländischen Garde und den Dänen bei Kazner auf Fussvolk schliessen lässt, gegen jenes eigne Angabe, dass plerique equites et dimachae Brandenburger waren, eine Annahme, die schon dadurch unhaltbar ist, dass die 660 brandenburgische Reiter keinesfalls der grössere Theil der 3660 M. sein konnten. Dass Pufendorf, so zuverlässig er sonst ist, irren konnte, beweist seine falsche Angabe über Schombergs Anwesenheit zu Cleve 1686.
Man hat ferner angenommen, dass zwar Brandenburger nach England mit über- gesetzt, aber alsbald zurückgekehrt seien. Denn General v. Spaen hatte, als er nach England geschickt wurde, auch den Auftrag, den Prinzen von Oranien zu bitten, einen Theil der Truppen, welche er mitgenommen, zurück zu senden, damit sie in dem nun- mehr ausgebrochenen Krieg Frankreichs gegen die Staaten verwendet werden könn- ten. 1) Der Prinz willfahrte alsbald, und trotzdem dass er selbst wegen des irischen Krieges sie nicht gern entbehrte, sandte er im Februar 5 Regimenter zu Fuss(Bir- kenfeld, Holstein, Wynbergen(Würtemberg?), Fagel, Hagedorn), 6 Esc. Reiter, 4 Esc. Dragoner; es könnten also danach höchstens unter den Reitern und Dragonern die Brandenburger inbegriffen gewesen sein. Aber in den Mittheilungen bei Schöning I. c. werden alle ausdrücklich nur holländische Regimenter genannt und dazu noch 7000 englische Völker mit erwartet ²), wie denn auch in den Winterquartieren 1689 englische Truppen neben den holländischen aufgeführt werden.
Es bleibt also wohl nichts anderes übrig, als anzunehmen, dass die circa 6000 Brandenburger in Holland zurückgeblieben seien: und dies allein stimmt auch mit der Forderung des Prinzen und der Absicht des Kurfürsten bei deren Ueberlassung, wo- bei ausdrücklich stipulirt wird, dass sie nur zum Schutze Hollands gegen eine Diver- sion Frankreichs bestimmt sein sollten ³), in welcher Weise der Kurfürst nach einem Abkommen vom 13. October 1690 auch Spanien 6000 M. zur Besetzung der belgischen
¹) siehe Anmerk. auf S. 16.
²) pag. 88. 92. Freilich differirt auch hier wieder die Zahl: man erwartete im Haag 7 Regimenter zu Pferd, 4 Dragoner, 5 zu Fuss und 7000 Engländer. Am 1. März musterte König Wilhelm die 14 ho- ländischen Regimenter im Hydepark und befahl sodann den nach Holland bestimmten, sich einzuschiffen, 10 andere marschirten zum irisch-schottischen Kriege ab.
³) Vergl. die Verhandlungen von Celle und Theatr. p. 521 und p. 433. In Wesel vernimmt Kur- fürst die glückliche Landung Wilhelms III.,„wozu wie zuvor gedacht, S. Kurf. Durchlaucht durch die ge- pflogene vertrauliche Intelligen mit demselben, als auch Hergebung und Stellung Dero Kurf. Milice an der Staaten Grenzen ein nicht geringes contribuiret“; sowie die oben erwähnte Inschrift, wonach der Kurfürst.. secundiret. Immer heisst es, die Truppen seien an die Staaten überliefert, hätten in Dienst der Staaten gestanden, wurden endlich 1697 von den Staaten entlassen.
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