Aufsatz 
Die Theilnahme der brandenburgischen Truppen an der Expedition Wilhelms III. nach England / von Friedrich Otto
Entstehung
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Uebertrag 112 Comp.

12) Fagel...... 10 13) Nassau..... 10 14) Carelson..... 12 15) Brander..... 10 16) Fürst v. Berkevelt. 10. 164 Comp. zu 53 M.= 8692 M.

dazu pos. 1.... 2000

Infanterie 10692 M. Cavallerie 3660

5 Summa 14352 M.. Kein Namen eines einzelnen Truppentheiles in diesem Verzeichniss stimmt mit einem Namen in obigem brandenburgischen Verzeichnisse überein; Schönings schüch- terne Vermuthung, die Marrewis-Dragoner könnten die brandenburgischen Derfflinger- Dragoner, deren Commandeur ein Marvitz gewesen, scheitert daran, dass ihre Stärke auf 440 M.(gegen die 330 des brandenburgischen Verzeichnisses) angegeben wird, und die Derfflinger-Dragoner überhaupt nicht nach Holland abgingen, sondern anderwärts beschäftigt waren. Der Name Holstein aber kommt in gleicher Weise in der hollän- dischen Armee vor, als in der brandenburgischen. ¹) Dazu treten aber noch andere gewichtige Gründe, welche die Ansicht bestärken, dass brandenburgische Truppen nicht mit nach England übergingen: vor allem eine Aeusserung des Kurfürsten selbst, welcher am 3. October 1688 an seinen Gesandten

Spanheim in Paris schreibt, er habe keinen Mann zur englischen Expedition herge-

geben, und selbst seinem Bruder nicht erlaubt, nach Englanã mitzugehen, trotzdem dass derselbe ganz inständig darum gebeten. Unter diesem Bruder wird kaum der damals 16jährige Markgraf Friedrich Albrecht verstanden sein, welcher Inhaber eines holländischen Regimentes war, sondern eher Prinz Philipp, von dessen brandenburgi- schen Regiment ein Bataillon nach Holland abging. ²)

Ferner haben Ermittelungen aus holländischen Archiven ergeben, dass in der am 11. October 1688 den General-Staaten vorgelegten Tabelle der nach England bestimm- ten Truppen keine Brandenburger waren, dass am 5. November alle Officiere der

deutschen Truppen ³) in den Haag berufen wurden zur Ablegung des Eides der Treue

(die Expedition ging aber in Segel zum zweiten Male, nachdem der Wind die erste vereitelt hatte, am 1. November st. v.), dass die brandenburgischen Truppen fortwäh- rend von den Staaten, die holländischen, so lange sie in England waren, von Eng land bezahlt wurden, beide also von dem Lande, für das sie wirkten und in

¹) Schöning p. 68. ) Milit. Wochenbl. l. c. ³) s. oben p. 15. Anm. 2.