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jahrs nicht beseitigt werden konnten. Erst im verflossenen Winter ist es gelungen, in der Nähe des Gymnasialgebäudes und zwar zwischen der oberen Rheinstrasse und dem Schiersteiner Wege einen neuen Turnplatz für die beiden Gymnasien zu erwerben, indem ein dem Centralstudienfonds zugehöriges, seither als Ackerland benutztes Grund- stück der gedachten Bestimmung übergeben und ausserdem ein anderes an dasselbe angränzendes Grundstück, welches Eigenthum des Domanialfiscus war, von dem Cen- tralstudienfonds zu gleichem Zwecke käuflich erworben wurde. Die für Herstellung aller erforderlichen Turngerüste ausreichenden Mittel stehen uns, wie bereits bemerkt, aus dem Budget des verflossenen Jahres noch zur Verwendung, und es bedarf daher nur noch der Planirung, Bekiesung und Einfriedigung des neuen Turnplatzes, um alle Hindernisse, welche der Fortsetzung der Turnübungen entgegenstanden, überwunden zu sehen. Die Ausführung der letztgenannten Arbeiten ist aber auf eine neue Schwie- rigkeit gestossen, welche aus der in der Gemarkung Wiesbaden in Ausfülrung be- griffenen Güterconsolidation hervorgeht, indem durch diese die genaue Gränzbestim- mung für das zum Turnplatze bestimmte Grundstück bedingt wird. Sollte vor Aus- führung der Consolidation, welche für denjenigen Theil der Gemarkung Wiesbaden, zu welchem das fragliche Grundstück gehört, erst im Herbste laufenden Jahres er- folgen wird, der neue Turnplatz nicht eingerichtet werden können, so würde dieses für unsere Gymnasialjugend die traurige Folge haben, auch noch für die Dauer des nächsten Schuljahres die so heilsamen und für vollständige Erreichung der Zwecke der Erziehung höchst nothwendigen Leibesübungen entbehren zu müssen. Wir hoffen jedoch, dass die bei der Consolidation mitwirkenden Beamten, sowie die bei derselben betheiligten Grundeigenthümer zur Förderuug einer das öffentliche Interesse so nahe berührenden Angelegenheit gern bereit sein werden, und dass es dadurch gelingen werde, dem Turnplatze schon jetzt die zur Vornahme der Einfriedigung erforderliche genaue Abgränzung zu geben und ohne Veraug diejenigen vorbereitenden Arbeiten ausführen zu lassen, ohne welche der Platz für die Zwecke der Gymnastik nicht ein- gerichtet werden kann. Wenn sich diese unsere Hoffnung erfüllt, so werden wir end- lich so glücklich sein, die zu unserem tiefsten Bedauern unterbrochenen Turnübungen unserer Schüler im kommenden Frühjahre wieder aufnehmen zu können.
Zu den Schwimmübungen wurde dem Gymnasium durch die Güte des Herrn Major Freiberrn von Hadeln die Benutzung der Schwimmanstalt des Herzogl. Jäger- Bataillons in Biebrich gestattet. Dieselbe wurde während des Sommersemesters mit dem besten Erfolge von 105 Schülern des Gymnasiums besucht, von welchen 80 schwimmen lernten, 25, welche es bereits früher erlernt hatten, unter Aufsicht ihre Schwimmübungen fortsetzten.
(C. Aesihellsche Bildung.
Zur Förderung der äüsthetischen Bildung sind alle in der Lehrverfassung un Einrichtung der Anstalt liegenden Momente, insbesondere durch Pflege des münd-


