Aufsatz 
Beiträge zur Lehre vom Relativum bei Homer : 1. Theil / F. Otto
Entstehung
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mit ihr in gleicher Bedeutung gebraucht: wiG es denn bei Homer und in den Dialekten vielfach geschicht.*²) I 05⸗ ES war, dem attischen Dialekt ausser landern Vorzügen vorbehalten beide Pronemina auf. ihre Gebiete zu beschrünken und dieselben weiter zu entwickeln. ats Betrachten wir zunächst das Acusserliche der Erscheinung des Relatirums und zwar

zuerst die Stellung von og und da6 von ihm Sipgeleitelen 6

Die mgehsie Dolge die aus der Natur des Relativums als anknüpfenden Pronomens sich ergibt, ist dass es immer die erste Stelle im Satze einnehmen muss. Unue zushen wir, welchem Gebrauch Homer hierbei folgt; wir wenden uns zuerst zu dem Fall,

Präposition und Relativ zusammen kommen.

1) Die Präpositionen, ursprünglich Adverbia des Orts und der geiu 1 Auch ehuter noch, aber nicht mehr so allgemein als solche gebraucht, wurden allmühlich hauptsächlich dazu verwendet die durch die Casusendungen schon im Allgemeinen bezeichneten Beziehungen schärfer zu bestimmen, wo die blose Endung nicht ausreichte, sei es weil einzelne En- dungen verloren gegangen und sich mit andern vermischt hatten, wie beim lateinischen Ablativ, oder weil diese überhaupt dem Reichthum neuer Erfahrungen, Anschauungen und daraus hervorgegangener Ideen nicht mehr vollständig genügten.*) Die Stellung dieser Adverbia vor ihrem Nomen, von welcher sie denn auch den Namen erhielten, ¹⁰) war nicht nothwendig, wurde aber allmühlich die allgemein übliche. Waren doch die Bezeichnungen der Casus selbst dem Nomen angefügt, nicht vorgesetzt. Daher auch noch bei Homer die Nachsetzung der Präposition so geläufig neben der andern Stellung.

2) Steht die Präposition ¹) bei einem Pronomen ausser dem Relativum, in der Mitte des Satzes, so hat sie in der Regel schon die Stellung vor dem Pronomen sich gesichert, sowohl, wo es auch nacrich ist, ben Jes Slu chan, Formen(Euge de du*,

8) In Betr. der Dialekte cf. Ahrens ae giaj. 32 p. 275. de dial. Acol. p. 127.

9) Ueber die frühere Ansicht von eigentlichen Prüpositionen und uneigentlichen, oher ursprünglichen Adverbien s. Reisig Vorlesungen p. 213. Dagegen Bernhardy wiss. Syntax p. 195. Grimm deutsche Gramm. III. p. 251. und über ihr Verhältniss zum Casus, Grimm d. Gr. IV. p. 765. 66.:Als die Flexionen des nomens noch voller waren, erreichte das verbum eine menge seiner beziehungen auf das nomen durch die casus.Von der andern seite soll gestanden werden, dass der vielfachen wendung des gedankens die vortheile der flexion doch nicht hinreichten, dass sie zweideutigkeit veranlassen können, weil die ge- wohnheit des bebolfensten ausdrucks doch hinter der mannigfaltigkeit des sinns und der auslegung stehen bleibt und das streben des sprachgeistes nach klarheit und sicherung des verständnisses immer zunimmt. Schon in der ältesten zeit haben daher präpositionen zu bezeichnen, ergänzen und erweitern gesucht, was die flexionen entweder gar nicht oder nur unvollstündig ausdrücken. Wie nahe bei Homer Prüposition und Adverbium sich noch vielfach berühren, ist bekannt und hat durch die trefflichen Untersuchungen von Hoffmann, schon in den quæstiones homer. I. und mehr in seinen homerischen Untersuehungen Th. I. u. II. 1857. 1858. genauere Bestimmung gefunden. 4

10) Apollon. de constr. p. 305. B. Lehrs quast. epicw p. 69. 3 11) Wir beachten nur die eigentlichen Präpositionen, d. h. die welche eine Verbindung mit dem Ver- bum eingehen u. fveza, nicht die uneigentlichen, welche eine freiere Stellung haben, wie Gua. dra u. s. W.