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hier dg,*, 5.²) Diese beiden Formen sind dem Demonstrativum fremd, denn sie entbeh- ren durchaus den diesem nothwendigen Anfangsconsonanten t, den dasselbe nur im Nom. sing. masc. und fem., und im Griechischen nach deren Analogie auch im Plur. Nom. ver- loren hat, ³) so dass die Aehnlichkeit von d. und og nur scheinbar ist. Bopp nimmt daher einen eignen Relatiystamm ya an. Auch dass das relative öc bei Homer vielfach durch den demonstrativen Artikel ersetzt wird, beweist nicht ihren gleichen Ursprung, vielmehr eine Annäherung der Bedeutung des letzteren an die des Relativs, die aus andern Ver- hältnissen sich erklärt.
Dass aber der Nom. masc. c so häufig in demonstrativer Bedeutung bei Homer und auch später noch in einzelnen Verbindungen erscheint, kann uns nicht bestimmen, dem ganzen Stamme ya dieselbe Bedeutung beizulegen. Sollte sich nicht vielmehr die Vermu- thung aufstellen lassen, dass og die ursprüngliche Form für 6, gewesen? Denn dieses muss doch auch Anfangs das allgemeine Nominativzeichen g, welches es spüter wie im Sanskrit einbüsste, gehabt haben. Und auch in dieser Sprache lassen sich Reste davon nachweisen, cf. Bopp. I. c.§. 347. crit. Gr.§. 77. 244., Ebenso mag sich dasselbe im Griechischen
irgend wie erhalten und grade durch die Gleichheit mit dem Relativ festgesetzt haben.
Der Analogie dieser Form kolgte danm das Neutrum in den beiden Stellen MI, 344. i, 9. 9 ra 2 5 ½ οιασπν u. 0„dο„εοασς ⁸oε* ϑάσντρν. In allen andern Füllen nümlich ist ög, †, ö bei Homer relativisch, wenn wir es auch öfter lieber demonstrativ fassen mögen. Es theilt nämlich an diesen Stellen mit dem Rclativum immer die Stellung zu Anfang des Satzes,*) 2. B. d. 97. 4y. 1I, 104. ³, wo es, nimmt man den, vorhergehenden Satz als Paranthese, auch als Relativum gefasst werden kann; e, 481, 00c. 9, 27. 5* u. s. W. Nur NM, 344., 9. macht die Verbindung mit„o die Annahme, dass 5= 29 sei, noth. wendig, wie denn auch Aristonicus zu i, 9. erklürt mit dem Zusatz ν νεακοασιοας ⁶ νε. Denn nach II, 457. 675. werden wir die letztere Erklärung zurückweisen.*)
Es dehei indessen doch der Relativstamm ya der demonstrativen Bedeutung nicht so ferne gestanden zu haben; nach Bopp.§. 383. kommt im Zend ein Pronomen yim ä= hunc vor, im Litthauischen jis= er— vereinzelte Reste, die uns nur beweisen, dass auch nach dieser Richtung hin eine Verwendung des relativen Stammes möglich war, während er in den beiden andern Sprachen sich in seinem Gebiete hielt.
2) Bopp vergleichende Grammatik§. 382. sqd. Grimm deutsche Gramm. III. pag. 14. sdq. und über die Art, wie das Fragwort relative Bedeutung gewann, Aufrecht in der Zeitschr. f. Sprachvergl. I. p. 285,
3) Bopp§. 343. sqd. Kuhn Z. f. Sprachvergl. I. p. 271. Im Sanskrit und Goth. ging t über in s. an dessen Stelle im Zend und Griech. spiritus asper trat: sa, sà; sa, so= ho, hä, 6. z. Auch das de- monstrative ⁵ hat dieselbe Wandlung erlitten,= skr. tat. Ueber Nom, pl. oi für rot Se. sehAhrene de dial. dor. P. 266.
4) 4. 28. Je yæt=ic wird richtiger, als mit Tliersch Gramm.§. 284, 14., durch„das Aene Land“ e klärt— cf. Nitzsch. Der Erklärung von Ameis„sein(Ithakas) Erdreich“ Lünnen wir'nicht beistimmen.
5) Dadurch wird auch die Ableitung der relativen Bedeutung von der Partikel ze unnöthig gemacht, die allerdings der deutschen Relativbildung genugsam entsprechend wure. Da indessen« eine andre Be- deutung sowohl in den Relativsätzen als auch in andern hat, wonach es auch z. B. hei 6- u. s. w. steht, ohne relative Kraft hervorzubringen, auch fast nie in relativen Bestimmungssätzen(cf. G. Hermann zu hymn. in Apoll. 390.) sich findet, so ziehen wir es vor, die relativée Kraft dem Pronomen innewohnen zu lassen, wenn auch z. B. Bäumlein in seiner griech. Gramm.§. 143. und 317. lehrt, dass die Partikel ræ das Pro- nomen bestimmter als Relativum bezeichne, häufiger. fehle 22. Vorsichtiger Krüger Dial.§. 25, 5, 5. 51, 8, 2. Vgl. darüber noch Wentzel übéer die Partikel z* bei Homer. Glogau. 1847. Rost z. Damm s. v.


