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Rebland beträgt 7000 Sesterzen. 3) Für Weinstöcke, Weinpfähle und Gerätschaften sind 14,000 Sesterzen, also das Doppelte des Grund und Bodens, zu zahlen. Zu der Gesamtsumme von 20,000 Sesterzen kommen 6% Zinsen für die beiden Jahre, an welchen die Stöcke noch nichts getragen haben. Diese 3480 Sesterzen ergeben mit den 20,000 Sesterzen ein Kapital von 32,480 Sesterzen das zu 6% ausgeliehen 1950 Sesterzen einbringt. Der schlechteste Weinberg wirft aber 2100 Sesterzen ab, wenn man als niedrigsten Ertrag eines Morgen(iugerum) Weinlandes einen Culleus (= 0,52527 hl.) annimmt, der 300 Sesterzen kostet. Selbst unter den ungünstigsten Verhältnissen ist doch eine Mehreinnahme von 150 Sesterzen zu verzeichnen. Rechnet man nun aber auf den Morgen 1600 bis 2000 Senker, so gewinnt man aus dem Ver- kaufe von 10,000 Senkern— so viele Pflanzen werden mindestens angegangen sein— eine besondere Einnahme von 2000 Sesterzen, die mit dem Überschusse von 150 Sesterzen eine Gesamteinnahme von 2150 Sesterzen ergeben. Dabei kann aber, so meint Columella, sowohl die Zahl der Schnittlinge wie der Preis für dieselben weit höher angesetzt werden. Columella, der auf jeden Morgen zwischen den Reihen der Weinstöcke 20,000 Schnittlinge zu setzen pflegte, erhielt von den Weinbauern für 1000 Setzlinge 600 Sesterzen. Diesen mässigen Preis, sagt er, habe er angesetzt, um bei den Bauern die Lust Weinberge anzulegen zu wecken und ihnen zu zeigen. vVie einträglich schon durch den Verkauf der Schnittlinge die Rebkultur sei. Bei dieser Berechnung muss uns zunächst auffallen, dass ein Sklave für ausreichend erachtet wird, den Weinberg zu bestellen. Gesetzt auch, dass er allein imstande war die laufenden Arbeiten wie Behackung, Schneitelung, Ablauben u. s. w. zu besorgen, 80 wird er mindestens zur Erntezeit die Hülfe mehrerer Taglöhner benötigt haben. Die Verköstigung dieser und des Weinbergssklaven selbst ist auch nicht in Anschlag gebracht. Es ist darauf hingewiesen, dass der Unterhalt dieser Arbeiter vielleicht aus den Kulturpflanzen— Getreide und Hülsenfrüchte— die zwischen den Reihen ge- zogen wurden, bestritten ward. Nimmt man noch den Wert des Mistes hinzu, der dem erschöpften Boden reichlich zugeführt werden musste, so waren die Kulturkosten doch beträchtlich höher als sie angegeben sind. Wenn Columella ebenso Wie Gräcinus dieses zu berühren unterlassen hat, so ist der Grund wohl hierfür der, dass dadurch dem Besitzer bare Auslagen nicht erwuchsen, indem auch die Tage- löhner für ihre Dienste nicht einen Geldbetrag, sondern Naturalien erhielten. War die Rentabilität des Weinbaus schon in weniger günstigen Lagen unbestritten, so musste sie sich in fruchtbaren Gegenden noch wesentlich steigern. Um den Beweis zu bringen, dass durch Fleiss und Intelligenz ein Weingut in ltalien ungewöhnlich hohe Beträge zu erzielen imstande sei, wird wiederholt auf die grossen Erfolge des Grammatikers Remmius Palaemon hingewiesen.“) Dieser hatte 10 Meilen von Nomentum entfernt für 600,000 Sesterzen ein Weingutgekauft, das unter dem letzten Besitzer im Werte sehr zurückgegangen war, Nach dem Rate eines gewissen Sthenelus, der sich als tüchtiger Winzer einen Namen gemacht hatte, wurden die Rebpflanzungen rigolt und andere Verbesserungen vorgenommen, so dass der neue Besitzer bereits nach 8 Jahren die Trauben am Stocke für 400,000 Sesterzen verkaufen konnte. Zwei Jahre später
¹) Plinius XIV, 5.


