Aufsatz 
Der Feldbau der Römer
Entstehung
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OQuadrate teilten. Eine OQuadratfläche von hundertundzwanzig Fuss hiess actus, das jugerum, das Hauptfeldmass der Römer bestand aus zwei actus, es war also ein Rechteck von 240 Fuss Länge und 120 Fuss Breite. Zwei jugera bildeten ein heredium, hundert heredia eine centuria. Vier nebeneinanderliegende centuriae, von denen je zwei und zwei auf einer Seite waren, heissen bei Varro saltus.) In der Kaiserzeit bestand dieser saltus aus fünfundzwanzig centuriae, zwischen denen acht Fuss breite decumani und cardines, parallel den zuerst festgelegten Hauptlinien, dem decumanus und cardo maximus, liefen. Der fünfte cardo und decumanus, der quintarius, hatte eine Breite von zwölf Fuss. Der noch breitere cardo und decumanus maximus waren ebenso wie die quintarii öffentliche Wege, die übrigen limites dagegen nur subruncivi, Vicinalwege, oder blosse Linien ohne Ausdehnung. Die Landstücke, welche zwischen der Flurgrenze und den geraden Linien der äussersten Quadrate lagen, nannte man subseciva, Schnitzel, welche als ager extra clusus bezeichnet wurden, wenn sie von erheblicher Ausdehnung waren. Sowohl die limites als auch die äussersten Grenzen der Flur wurden in die formae, die Flurkarten, eingezeichnet.

Eine andere gromatische Form, der ager per strigas et scamna assignatus, der nicht in Quadrate, sondern in Rechtecke zerlegt war,(strigae- Ackerbeete von Norden nach Süden, scamna von Osten nach Westen) findet sich in späterer Zeit fast nur auf der steuerpflichtigen Provinzialflur. Die Wege(limites), welche für den ager limitatus charakteristisch sind, fehlen bei dieser Form der Aufteilung.

Ausser dem Ackerlande umfasste der ager publicus noch Weidegebiet, den ager compascuus, dessen Hauptbestandteil die subseciva bildeten. Anrecht auf diese Weide hatten die anliegenden Grundbesitzer(proximi), welchen die Zahl der aufzutreibenden Tiere vorgeschrieben, häufig auch die Entrichtung einer Abgabe auferlegt war.

Das Gut der ältesten Zeit müssen wir uns von bescheidenem Umfange denken. Die Ackergeräte waren noch so unvollkommener Art, dass, selbst wenn schon der Pflug bekannt war, nur ein verhältnismässig kleines Stück Land mit Erfolg bearbeitet werden konnte. Bedenkt man ferner, welche grosse Schwierigkeiten das Gelände um Rom herum durch seine grosse Feuchtigkeit den neuen Ansiedlern bot, so wird man gewiss nicht fehl gehen, wenn man behauptet, dass der Bebauung grösserer Länderstrecken die Arbeitskräfte noch nicht gewachsen waren. Durch die zahlreichen glücklichen Kriege jedoch, welche Rom mit den angrenzenden Stämmen führte, wurde nicht nur die römische Feldmark bedeutend vergrössert, sondern es wurden auch durch die grosse Zahl der Kriegsgefangenen, weſche zu Sklaven gemacht wurden,

*) Zum Verständnis diene die folgende Tabelle nach Hultsch, p. 71, welche ausser den bereits genannten Heldmassen noch das scripulum oder die decempeda, das Quadrat der zehnfüssigen Messstange gleichen

Namens, sowie das von Columella V. l erwähnte clima enthält, welches 60 Fuss im Quadrat hatte, mithin den vierten Teil des actus betrug..

saltus 1

centuria 4 1

heredium 400 100 1

jugerum 800 200 2 1

actus 1600 400 4 2 1

clima 4000 1600 10 8 4 1

scripulum 230400 57000 570 288 144 36