Aufsatz 
Beobachtungen über den homerischen Sprachgebrauch / Johannes Classen
Entstehung
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zieht auch hier die Conjunktion ouven« diesen Nebensatz parataktisch an sich, und bietet das Mittel zu einer Verbindung, die freilich genau genommen auf ihr nicht beruht.

Auch an dieser Stelle enthalten die Scholien dieselbe Bemerkung, die in unsern Aus- gaben nicht Eingang gefunden hat: uerd roεαοσ a εeν dπᷣ̈oασtie(d. i. Komma setzest) 6dœl αένμέεννον, d νοʒεέ dἀeres(d. h. so hängen beide Glieder von diesem Participium ab), dri ναε uμν εσπ urtes dE dr dricye(ein Punkt setzest), rd εεμ νι ἀm ματατοοος d⁴αεi. Und noch deutlicher gibt in diesem Sinne Nicanor(Friedländer p. 166.) die Erklärung: 10 qdrres Oud νμ‿σο, ναετοισε doigri elrœ νπorosœwres en ri ανοοπνεαενςα ναά roũ ποοð veiodœ ννᷣ πααοαᷣ³εeνςα. Daher ist Naegelsbach's Ausdruck wenigstens nicht genau: Das folgende d oun gort in qosck ist Fortsetzung und Rede der Achäer in Form einer oratiorecta; grade dafür darf sie nach homerischem Sprachgebrauch nicht angesehen werden.

Noch zwei Beispiele, in welchen gleichfalls durch die Conjunktion ouvenc zwei in- congruente Satzglieder zusammengehalten werden, finden sich, das eine, in welchem die recipirte Interpunktion das richtige Satzverhältnis anerkennt X₰ 248.

adrras ydo εoν³ε rοeνμμοο, oubven, Agrueds

eSeqdeν ον ε μἀeννς επεᷣεαανααε¼ dεetvie, obgleich der Zusammenhang des Gedankens dieser ist:Alle erfüllte Angst, weil Achilleus wieder erschienen war, nachdem er sich so lange des verderblichen Kampfes enthalten hatte; und das andre n 299. ff. in Alkinõos' Worten zu Odysseus:

Eery, Irοι μάι οντ⁶‿*σμ εναᷣαιν ονν ευέτσέινν

rau&αμ, O'vend σνονεει μεε dαμρνονασνν ννναν

per ẽe utteoor, ονßGςd οui⸗ν inéreuda.

Auch hier darf das zweite Glied nicht, wie es in den Ausgaben geschieht, durch Ko- lon nach iuετeoor aus seiner parataktischen Verbindung mit dem ersten losgerissen werden, wenn schon wir im Deutschen lieber hypotaktisch übersetzen:nicht schicklich ist es von meiner Tochter, dass sie dich nicht mit den Dienerinnen gleich in unser Haus führte, d a du dich doch an sie zuerst bittend gewandt hattest.

Ebenso wie in jener Stelle(' 43.) die Verhöhnung, so erhält N 825 ff. die hochfah- rende Betheurung des Hektor erst ihren vollen Sinn, wenn die gewöhnliche Interpunktion geändert und die parataktische Verbindung der beiden auf einander bezüglichen Glieder hergestellt wird. Man liest jetzt:

etdo νντ Oεα ννε△ᷣ ,de dis ενι,η ο ein iεαre drra, 4⁴οι οέιμεꝙ παᷣενειάα Ho, rT1O0εe ννς ieᷣ ονπνάναάν νπœχι ⁴deννωꝛ Gg vr Sεο Jπε αααν †οευ doνεtoισ &σ⁴ ‿⁴ ιν α ogt sqναεx.

Nicht darauf kommt es hier dem Hektor an, dass allen Argivern dieser Tag Verder- ben bringe; die Hauptsache ist ihm, dass er den Aias erlege: εν νει οσ τοεσα πιςνασνερα. Wie diese Worte sich schon ihrer äussern Form nach, durch das ér roia eng ans Vorige an-

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