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der augenblicklichen Erfüllung so lebhaft auf, dass er diese als Grund seiner Mahnung, und eben darum auch mit der Partikel der Begründung(74 ⁰), die uns Neueren nur nach Voraus- sendung des Hauptgedankens an ihrer Stelle zu sein scheint, an die Spitze stellt. Wenn also die logische Anordnung diese Folge verlangt hätte:„Atride, lass sie für jetzt fahren— Denn wie sollen wir dir Ersatz schaffen, da nichts vorhanden ist zur Vertheilung? Künftig sollst du reichliche Entschädigung erhalten“; nimmt der Affekt durch eine stillschweigende Prolepsis des folgenden Hauptgedankens die Wendung mit dem Grunde zu beginnen:„0 Atride,(gib nach! im Sinne des folgenden odes) denn wie sollen die Achäer dir ein Ehrengeschenk schaffen?“ ³) Der Charakter einer solchen voraufgeschobenen Begrün- dung muss aber allemal parenthetisch werden, sobald sie nicht mit dem folgenden eine rela- tive Verbindung eingeht, wie das in vielen anderen Stellen, namentlich durch die weitrei- chende Benutzung der Conjunction exet,, geschieht. Man darf nur ein Beispiel der letztern Art jenem ersten zur Seite stellen, um den Unterschied der beiderseitigen Satzfügung deut- lich zu erkennen. Wenn Alkinoos dem Odysseus vor dem Scheiden zuruft:(v. 4. ff.) 6 Od voeı, Eret i¹enr dα oti Jaνοατε⁸εο d Oεε τ oı i π⁴νιι ⁴) πιαραρςεέεια* d⁶ duν drovooridetr, ei zulr μἀνα ααα αιιαοωνπνιαχς, so hat die Einfachheit der traulichen Zurede die normale Entwicklung des Gedan- kens in Vorder-und Nachsatz zugelassen ⁵). Wäre eine Veranlassung gewesen, des Nach- drucks wegen, jenen in grösserer Selbständigkeit hervortreten zu lassen; so würden wir auch hier durch ein„o statt des exei die parenthetische statt der syntaktischen Gliederung erhalten haben: ³ Odvgsꝰ,— ixer„do——— 8 01ε0ε ⁴&— 1—ꝙoı ri*. r. 1. Mit der oben besprochenen Stelle der Ilias vergleiche man die folgenden: K 61. 0 201. P 221. 156. 890. 334. 337.* 29. 9 159. 190. 226. 337. 383. 501. ½ 154. 208. 320. ⁵ 402. 0 545.% 78. ⁶ 350., und man wird überall die anticipirte Begründung eines nach- folgenden Hauptsatzes finden.
3) Naegelsbach bezieht das„aiog lediglich auf die Begründung des gulozrewrirære. Faesi nimmt hier und anderswo Ergänzungen des Gedankenganges zu Hülfe. Ich glaube, dass der Ueberblick des gesammten sprachgebrauchs beides nicht rechtfertigt, und das wahre Verständniss aus der richtigen Auffassung des Verhältnisses des ersten zu dem zweiten Satze entnommen werden muss.
4) Vergl. Curtius in Philol. III. 2. p. 5.
5) Sehr richtig hat Naegelsbach auch I 59— 64. in einer vielausgeführteren und complicirteren Periode dasselbe Satzverhältniss nachgewiesen und entwickelt. Nur müsste in den Ausgaben, die dieser Erklä- rung folgen, wie bei Faesi, dies durch die schwächere Interpunction nach eozey v. 63. ins Licht gesetzt sein. Und ganz dasselbe gilt von der Stelle 20 4 ff., wo das exei zbο edmeg v. x. 1. erst v. 212. seinen Nachsatz erhält: uεe d? νκ‿εαμι uν εονε ν. x. J., und damit der Hauptinhalt von Menelaos Rede ausgesprochen wird. Das ε im Nachsatz(wovon weiter unten die Rede sein wird) durfte über diesen Zusammenhang nicht irre machen; daher ist das Punktum in neueren Ausgaben nach 211. in Kolon zu


