Aufsatz 
Zur Mineralogie des Plinius / von August Nies
Entstehung
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wasse des Zinns nicht von dort, sondern t von dem Zinnerz: nunc certumn est in

beschreibt er deutlich als eaionds nigros paullum M bemerkt, dass die Erze, die das Zinn liefern, im Gegen- satz zu den Pleiereon nicht si 8 ind 2).

Über die sehr einfache Darstellung des Zinns aus dem Zinnerz berichtet Plinius nichts, wohl aber über seine Verwendung. Uber das Verzinnen der kupfernen Geräte schreibt er folgendes: album incoquitur aereis operibus Galliarum invento ila ut viæ discerni possit ab argento, æaque incoctilia appellant XXXIV. 162. Das reine Zinn ist härter und spröder als Blei und wird, damit es leichter zu verarbeiten, mit diesem legiert. Plinius drückt dieses folgendermassen aus: albi natura plas aridi habet, contrague nigri tota umida est. ideo album nulli rei sine mixtura utile est XXXIV. 161.

Die Legierungen von Zinn und Blei schmelzen bei bedeutend geringeren Temperaturen, als die reinen Metalle. Während Blei bei 334°C., Zinn bei 230°schmilzt, genügt bei einer Legie- rung von 2 Teilen Zinn und 1 Teil Blei bereits eine Temperatur von 137° zum Schmelzen. Hierauf beruht die Verwendung solcher Legierungen zum Löten von pleiernen und zinnernen Ge- räten. Plinius sagt darüber: Jungi inter se plumbum nigrum sine albo non potest... ac ne album quidem secumsine nigro XXXIV. 158. Auch zum Löten des Silbers ist die Legierung besser zu gebrauchen, als reines Zinn, wenn auch nicht aus dem Grund, den Plinius nach den vorliegenden Lesarten angiebt: quoniam prius liguescit argentum. Dieser Satz ist sinnlos; denn das Silber schmilzt erst bei 1000°C.; er fehlt aber auch in der besten Handschrift, dem codex Bambergensis, der an dieser Stelle eine Lücke hat, die in den jüngeren Handschriften falsch ergänzt ist. Wahr- scheinlich ist statt argentum das in demselben Kapitel besprochene argentarium zu setzen, worunter Plinius anderthalbpfündiges Zinn, sog. Tertiarium, versteht, in quo duae sunt nigri portiones et kertia albi, welches viel leichter schmilzt als reines Zinn und den Namen(plumbum) argentarium gewiss davon bekommen hat, weil es zum Löten des Silbers gebraucht wurde; dass dies geschah, sagt Plinius ausdrücklich XXXIII. 94: jungitur stagno argentum; stagnum ist aber nur ein anderes

1) Mineralogie von Naumann-Zirkel S. 351. 2) XXXIV. 158. nec ex albo argentum, cum fiat ew nigro.