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eine mit Malachit vermischte Kupferlasur zu sein ¹), ebenso wie die medischen Smaragde, von denen Plinius XXXVII. 71 sagt, dass sie zuweilen etwas von der blauen Farbe des Sapphirs an sich hätten, als Stufen anzusehen sind, an denen diese Mineralien nebeneinander vorkommen.
Der bei der Zersetzung der geschwefelten Kupferverbindungen sich bildende, im Wasser lös- liche Kupfervitriol findet sich zugleich mit dem auf dieselbe Weise entstehenden Eisenvitriol in den Grubenwassern(dem sog. Cementwasser), aus denen er auf einfache Weise durch Abdampfen und Krystallisieren gewonnen wird. Dieser durch Eisenvitriol verunreinigte Kupfervitriol ist das Xd³νασυνιονο ⁸ρνν der Griechen, welcher Name, wie Plinius sagt XXXIV. 123, schon die Ver- wandtschaft mit dem Erz xalαsς ausdrückt. Diecorides sagt darüber folgendes 2): 10 οέια Xœεεειαε ειννεεςιν oxsvdderas 9&ν Toαν: ææeun)n 9⁸ Lye roiauryy eixονν rs xœl ασςεμννεσιασασασον drdονο 3dœuz dtενπεᷣς αἀάονα 8%νσν eEra εl 1οςσ dεν Soe‿εμενς ædœιεοα†σœᷣυννες 86σνι τ0 10 ¹*) 711 yr v ce* vsr æy uscuis IusOus, elc rolld Jtcrtοεr ruosdi, 9010 σ–⁵μm⁶ς σράνενιόρμ⁵μνιαα. 40 ιν)⁹ αάτον y¹rεον½ τ ευννεον νœα Hαoο, uναννꝙ τεν αα diœꝛννεe.
Die entsprechende Stelle bei Plinius lautet: Tit in Hispaniae puteis stagnisve id genus aquae habentibus, decoguitur ea admirta dulci pari mensura et in piscinas ligneas funditur, immobilis super has kranstris dependent restes lapillis extentae quibus adhaerescens limus vitreis acinis imaginem Quundam uvae reddit. exemptum ita siccatur diebus XXX. color est caeruleus perquam spectabili nitore, vitrumgue esse creditur, diluendo fit atramentum tinguendis coriis XXXIV. 123. Ein Vergleich dieser beiden Stellen ist besonders deshalb interessant, weil es dadurch ersichtlich wird, wie manche wichtige Notiz auf diesem Weg der mangelhaften Ubersetzung ³) verloren ge- gangen sein mag. Das eine Wort ν,οισ⁶m bei Discorides genügt um zu zeigen, dass dieses Tdναdον ⁵ας⁶έν Eisenvitriol mit Kupfervitriol gemischt ist. Eine solche Mischung krystallisiert nämlich, auch wenn der Kupfervitriol überwiegt, in sehr einfachen Formen[co P(p) und o P(c)] des monosymmetrischen(monoklinen) Systems, welche, wie die Würfel, von 6 Vierecken be- grenzt werden, deren Winkel aber einige Grad von 90° abweichen(p: p= 82⁰ 36 p: c=
98⁰ 50)h. Reiner Eisenvitriol dagegen krystallisiert in viel flächenreicheren Kombinationen des- selben Systems, während der reine Kupfervitriol durchaus nicht würfelähnliche Formen des asym- metrischen(triklinen) Systems zeigt 4). Bei Plinius sind aus diesen würfelartigen Krystallen gläserne Beeren geworden, ihm scheinen die Worte Sοονυον α‿]ϋ gvexöuerc wesentlicher als euεςσ. Auch das mippvrus, derxyνμρε̈ναε νᷣμεοαes bei Dioscorides ist ein wichtiger Zusatz; denn die würfelähnlichen Krystalle scheiden sich in der That nur anfangs, in einem bestimmten Zeit- raum, aus; die späteren Krystallisationen sind flächenreicher, auch nicht mehr blau(xeναινεο), son- dern grünlichblau. Bei Plinius fehlt dieser Zusatz ganz, oder es ist vielleicht exemplum ila
1) Armenia maittit Tuod ajus nomine appellatur. lapis est hic quoque chrysocollae modo infectus, optimumgue est quod maæime vicinum est communicato colore cum caeruleo XXXV. 47.
2) De materia medica lib. V Cap. CXIV. Die Übersetzung in dem„Kreutterbuch durch Johan Dantzen von Ast“ Frankfurt a. Mayn 1546 lautet: Das dritte wirdt Griechiſch Hephthon/ das iſt zu Latein/ Decoctum genennet/ ſoliches iſt man gewönlich in Ziſpania zubereytten/ Es iſt aber vndüchtig/ vnnd das aller vnkrefftigeſt vnnd wirdt auff dieſe weiſe gemacht. Sie befeuchten das mit waſſer/ vnnd ſieden das/ darnach gieſſen ſie es auß/ in Ciſternen oder grüben/ vnd laſſen es ſincken/ vnnd ſich nieder ſchlagen/ daß/ welcher darnach in etlichen tagen zuſammen wechſt an vilen ſtücken/ die eyn geſtalt haben wie die wurffel/ traublecht zuſammen hangendt.
3) In diesem Fall ist die Quelle wohl die Schrift des Sextius niger Ieoi öans, aus der Plinius und Dios- corides schöpfen.
4) vergl. C. F. Rammelsberg Handb. der krystallographischen Chemie S. 108.


