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Für den lebhaften Glanz der Edelsteine, also das, was wir das„Feuer“ nennen, gebraucht Plinius stets fulgor und fulgere.
Die Durchsichtigkeit wird ebenfalls häufig angegeben. Ein Mineral ist durchsichtig, perspicuus, translucidus oder perlucidus, oder auch nur durchscheinend, translucens, manchmal jedoch nur an den Kanten(in extremitatibus).
Da, wo ein besonders hohes oder geringes specifisches Gewicht vorhanden ist, wird es zuweilen bemerkt. Vom Quecksilber(argentum vivum) wird gesagt: omnia ei innatant praeter aurum XXXIII. 99. An einer anderen Stelle dagegen heisst es fälschlich, das Gold stehe im (spec.) Gewicht dem Blei nach XXXIII. 59. Vom Bimsstein(pumex) heisst es: probatio in minimo pondere XXXVI. 155, und ein ähnlicher Stein muss wohl der von der Insel Scyrus erwähnte sein, von dem es heisst: integrum fluctuari tradunt eundem comminutum mergi XXXVI. 130. Ubrigens ist das geringere spec. Gewicht ein Mittel, um die aus Glas imitierten Edelsteine von den ächten zu unterscheiden XXXVII. 98.
Ein anderes Unterscheidungsmittel ergiebt sich beim Anfühlen; denn da die Edelsteine relativ gute Wärmeleiter sind, so fühlen sie sich kälter an als Glas. Vitro adulterantur ut visu discerni non possint, tactus deprendit tepidior in oitreis XXXVII. 128. Besonders deutlich wird dies, wenn man sie in den Mund nimmt, in ore gelidiores sentiuntur XXXVII. 199. Die Juweliere machen diese Prüfung jetzt durch Anhauchen, wobei die edlen den Hauch alsbald wieder verlieren. Diese Probe giebt Plinius für poliertes Silber: Est aliquod experimentum politi, et in halitu ho- minis, Si Sudet prolinus, nubemgue discutiat XXXIII. 127.
Die Thatsache, dass gewisse Mineralien magnetische und elektrische Eigenschaften zeigen, war schon lange vor Plinius bekannt, und zwar beruft sich Plinius selbst auf Theophrast, Diocles und besonders den sonst unbekannten Schriftsteller Sotacus.
Ausführlich ist die Einwirkung des Magneteisensteins(magnes) auf das Eisen geschildert: Sola haec materia(ferrum) virus ab eo lapide accipit, relinetque longo tempore, aliud adprehendens ferrum, ut anulorum catena spectetur interdum; quod volgus imperitum appellat ferrum vivum XXXIV. 147. An einer anderen Stelle heisst es unter anderem:(ferrum) trahitur magnete lapide, ad inane nescio quid eurrit atque ut propius venit, adsilit, tenetur ampleruque haeret XXXVI. 127. Es war hiernach bekannt, dass ein kräftiger natürlicher Magnet auf Eisen schon aus einer gewissen Entfernung einwirkt, dass es dieses selbst magnetisch macht, so dass es wieder anderes Eisen anzieht und festhält. Auch war bekannt, dass(gehärtetes) Eisen die einmal angenommene maxgnetische Kraft längere Zeit behält. Zwei Magnete wirken auch auf einander: magnela quoque alium ad se trahit XXXVI. 129; sie ziehen einander an(wenn die ungleichnamigen Pole einander genähert werden) oder stossen auch einander ab(gleichnamige Pole). Die Beobachtung dieser letzteren Erscheinung wird es wohl sein, die die Sage von den zwei Bergen Indiens veranlasst hat, von denen es heisst: alteri natura, ut ferrum omne teneat, alteri, ut respuat II. 211. An einer anderen
ploss einen geringen Grad des Glanzes, sondern Glasglanz, was auch besser passt, wenn man als das Material der Gefässe, wie das von vielen geschieht, Flussspat annimmt(vgl. Thiersch. über die vasa murrhina der Alten. Ab- handl. d. bayr. Acad. d. Wissensch. f. 1835 Cl. 1 S. 443 ff., Kopp, Geschichte der Chemie IV S. 72 u. A.) oder wie neuerdings Lenormant(Revue archéol. XXIV S. 163) eine Art Achat, gegen welche Ansicht übrigens ebenso wie gegen die neueste von Nordenskiöld(Die Umsegelung Asiens und Europas auf der Vega Bd. II S. 230) aufgestellte Hypothese, wonach das Material Nephrit gewesen sein soll, die von Plinius angegebene Härte spricht, die so gering war, dass sich der Rand der Gefässe bei dem Gebrauch abnutzte. Übrigens lässt sich auch von Nephrit sagen: nitor verius quam splendor.
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