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der Amboss Risse bekommt.“ Gleich darauf giebt er an, dass der Diamant beim Zerschlagen in sehr kleipe Splitter zerspringe, die von dem Steinschneider in Eisen gefasst werden und dazu dienen, jeden harten Körper mit Leichtigkeit anzubohren, eine Bemerkung, welche zeigt, dass doch auch wirkliche Diamanten schon zu Plinius Zeit in Gebrauch waren ¹), Von einem anderen Stein, dem Chalazias, wird eine adamantina duritia angegeben XXXVII. 189.
Auch die skythischen und ägyptischen, also die eigentlichen Smaragde besitzen eine sehr grosse Härte, so dass sie nicht geschnitten werden,(duritia tanta est ut non queant volnerari XXXVII. 64). Als Mittel zur Prüfung der Härte bedient man sich entweder eines anderen Steines(Obsianae fragmenta veras gemmas non scariphant XXXVII. 200) oder der Feile(lima) ²).
Auch der Strich wird als Prüfungsmittel angegeben und zwar sowohl als Mittel, die Härte zu bestimmen, wie um die Farbe des Strichpulvers zu finden. Es wird dabei ein schwarzer harter Stein benützt(cos ex lapide basanite 3) XXXVI. 147), der bei dem Gebrauch benetzt wird. Manche Mineralien, die sich sonst nahe stehen, lassen sich schon allein durch diese Probe unter- scheiden, so namentlich die Eisenerze; der Roteisenstein(Hämatit) hat einen roten Strich, sucum sanguineum, der Brauneisenstein dagegen einen gelben, croco similem.
Die Farbe des Strichpulvers oder bei einem benetzten Stein(ad cotem aquariam) des Saftes(sucus oder sudor) ist von der Farbe des Minerals oft ganz verschieden. So giebt Plinius an: Indiica, subrufo colore, sed in attritu purpureo sudore manat XXXVII. 170, oder Media nigra est, sudorem reddit eroci, und Morochthos colore porracea lacte sudat XXXVII. 173. Dass auch Mineralien angeführt werden, die an verschiedenen Stellen einen verschiedenen Strich haben, beweist, dass der Begriff eines Minerals nicht streng gefasst wurde, dass vielmehr auch wohl mehrere regelmässig mit einander verwachsene Mineralien für eins gehalten und mit ge- meinschaftlichem Namen bezeichnet wurden; dahin mag z. B. der Trichrus gehören, von dem es heisst: Trichrus er Africa venit, nigra, sed tres sucos reddit, ab radice nigrum, medio sanguineum, summo ochrum XXXVII. 183.
Uberhaupt wird auf die Farbe als charakteristisches Merkmal ein sehr grosser Wert gelegt, was sogar so weit geht, dass die Einteilung zum Teil darauf gegründet ist, indem eine Anzahl in ihren übrigen Eigenschaften ganz verschiedene Arten von gleicher Farbe unter einem Namen vereinigt werden, so unter dem Namen Smaragd ausser den eigentlichen skythischen, baktrianischen und ägyptischen(aus den Hügeln bei der Thebischen Stadt Coptos) auch eine ganze Reihe von grünen Kupferverbindungen aus den Kupferbergwerken von Cypern, den Silberbergwerken von Laurium und anderen Orten. Unter dem Namen Carbunculus werden alle möglichen roten Edel- steine, Rubin, Granat, Spinell u. a. verstanden; nicht als ob man sie alle für identisch gehalten hätte, sondern, ähnlich wie unsere heutigen Steinschleifer und Juweliere orientalische, brasilianische
1) cum feliciter contigit rumpere, in tam parvas friantur erustas ut cerni viæ possint. eæpetuntur hae scalploribus Ferrogue includuntur nullam non duritiam ex facili cavantes XXXVII. 60.
2) Als Eigentümlichkeit des von Plinius Topazon genannten Minerals ist angegeben: eadem sola nobilium limam sentit, ceterae Nawio et colibus poliuntur. haee et usu atteritur XXXVII. 109. Dass die geringe Härte des Minerals hier so ausdrücklich betont wird, genügt, um zu zeigen, dass der Topas des Plinius nicht der heute so genannte Edelstein ist, wie neuerdings Blümner a. a. O. S. 237 behauptet. Allerdings ist dies leichter zu sagen, als anzugeben, welches andere Mineral gemeint ist; denn die Angabe der Farbe und ähnlicher variabeler Eigen- schaften genügt nicht zu einem sicheren Urteil. Naxium ist höchst wahrscheinlich Smirgel.
3) Der basanites der Alten ist tBeils unser Basalt, tBeils eine andere schwarze und harte Felsart. Er wurde auch zu Mörsern und Reibschalen zur Bereitung der Medikamente verarbeitet XXXVI. 157. vgl. Blümner III. Bd. S. 23 ff.


