Aufsatz 
Zur Mineralogie des Plinius / von August Nies
Entstehung
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6 diamant, est T'octaèdre reclangulaire aluminiforme, d'est-a-dire, un polgèdre terminé par huit plans triangulaires équilatérauæ, et dont par conséquent les angles solides sont au nombre de siæ. Cette forme naturelle au diamant paroiĩt avoir été connue des anciens, si l'on en Juge par un passage de Pline etc. De Romé de l'Isle glaubt hiernach, Plinius habe durch laterum sexangulo levore turbinatus in mucronem e duabus contrariis partibus das Oktaeder mit seinen 6 körperlichen Ecken beschreiben wollen, während namentlich durch den Vergleich mit der Stelle, in der der Bergkrystall sexangulis lateribus beschrieben wird, klar ist, dass die sechs anguli des Plinius Kantenwinkel sind.

Von einer anderen Art, dem Pangonus, heisst es: ne crystallus videatur, numero plurium angulorum cavet XXXVII. 178, und von einer dritten, dem Iris: sewangulam esse ut ery- stallum constat. XXXVII. 137. Die erstere Stelle zeigt, dass für Plinius allein eine grössere Zahl von Flächen bei sonst gleichen Eigenschaften genügt, um eine neue Species zu bilden oder doch einen neuen Namen zu geben; die letztere, dass noch weniger dazu ausreiche; denn der Iris ist nichts anderes als ein Bergkrystall, der ein schönes Spektrum liefert, wenn man die Sonnenstrahlen durchgehen lässt.. sub tecto percussa sole species et colores arcus caelestis in prowimos parietes ejaculatur XXXVII. 136.

Auch bei anderen Mineralien wird die Krystallform angegeben: Der Androdamas ist quadralis semper tessellis similis XXXVII. 144, und vom Amphidanes heisst es.. invenitur auro similis quadrata figura XXXVII. 147.

Die Berylle ¹)(berulli) sehen aus, als ob sie sechskantig zugeschliffen würden, und Plinius giebt an, dass dies die verständigen Künstler thun, um die matte Farbe durch den Reflex der Flächen zu heben, und gerade sechsseitig würden sie geschliffen, weil sie dann mehr Feuer hätten, als bei jeder anderen Art des Schliffs. Ubrigens wird hinzugefügt: Quidam et angulosos statim putant nasci XXXVII. 79.

Auch die Spaltbarkeit findet Beachtung, und zwar wird nicht bloss in einzelnen Fällen angegeben, dass dieselbe sehr bedeutend ist, wie bei GClimmer und Gips, sondern auch, dass die Spaltungsstücke bestimmte Form haben, wie bei dem Steinsalz(sal), von dem es heisst: Probatur quam maxime perspicuus rectis scissuris XXXI. 79, und caeditur specularium lapidum modo XXXI. 37, und bei dem Specularis ²): faciliore multo natura finditur in guamlibeat tenues crustas XXXVI. 160.

Das Auripigment(auripigmentum) ist fragile lapidum specularium modo XXXIII. 79; die Sandaraca(Realgar) squamosa, gracili venarum(Spalten) discursu fissile XXXIV. 178.

In manchen Fällen ist die Härte ein wichtiges Merkmal und wird deshalb auch von Plinius besonders erwähnt. Namentlich geschieht das bei den Edelsteinen, von denen der Diamant der härteste ist. Um das auszudrücken, lässt sich Plinius eine ungeheuere Ubertreibung zu schulden kommen, indem er sagt ³):Die Härte des Diamantes wird auf dem Amboss geprüft. Die echten widerstehen den Schlägen so sehr, dass der Hammer nach allen Seiten hin zerspringt und selbst

1) XXXVII. 76.

2) Der Specularis ist teils Glimmer teils Gips, besonders aber ersteres. Er dient z. B. als Ersatz für Glas bei Treibhäusern für Gurken XIX. 23, auch an Bienenstöcken, damit man das Treiben der Bienen beobachten konnte XXI. 80, anderseits aber auch zur Darstellung des besten gebrannten Gipses XXXVI. 182.

3) incudibus hi deprehenduntur ita respuentes ictus ut ferrum utrimque dissultet, incudes ipsae etiam ewiliant XXXVII. 57. Man sieht: es fehlt das Experiment. Übrigens hat sich diese Probe, ebenso wie der Glaube an die Wirkung des Bocksblutes, durch welche die Kraft des selbst durch Feuer unbezwinglichen Diamantes(&⁴έινμοα unbezwinglich) gebrochen werde, bis in das Mittelalter erhalten.