Aufsatz 
Hugo I. der Heilige, Abt von Cluny : 1. Teil
Entstehung
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Besançon ¹) u. a.; doch gelang es dem Abt Hugo, noch manchen neuen Besitz hinzuzufügen. So überwies ihm Papst Gregor VII die alte Abtei Gigny bei Lons-le-Saunier, ²) Bischof Guido von Genf Contamines i. J. 1083, ³) Bischof Burchard von Basel»aus alter Freundschaft« i. J. 1105 das von ihm gegründete Kloster St. Alban in Basel,) Graf Humbert Courcelles in der Diöcese Lausanne 1092,) Friedrich von Mümpelgard Altkirch und dessen Mutter Froide- Fontaine im Elsass,) in der Diöcese Metz schenkte Gerhard von Tihécourt die Kirche zu Tihécourt.*) Auch in der Diöcese Lüttich finden wir einige Priorate Cluny's, die indess erst später erworben wurden. Diesseits des Rheins wüsste ich ausser Zell im Schwarzwalde, der Gründung Udalrichs, und einigen unbedeutenden Prioraten in der Diöcese Constanz keine unmittel- baren Besitzungen Cluny's zu nennen.

Dies war im wesentlichen der Bestand des Ordens von Cluny, wie er sich unter dem Abt Hugo gebildet, ein Bestand, der sich nach ihm eher vermindert als vermehrt hat. Zehntausend Mönche, sagt Ordericus Vitalis, hätten unter ihm das Gelübde abgelegt, und zwei Decennien nach seinem Tode finden wir auf einem Generalcapitel zu Cluny 200 Prioren des Ordens vertreten.) Fast über die ganze Erde zerstreut, sagt Wilhelm von Malmesbury, lebten seine Bekenner,»be- gütert in der Welt und glänzenden Wandels vor Gott.«.

Neben diesem grossartigen Anschwellen der Congrégation von Cluny sehen wir zugleich die Annahme der Regel dieses Klosters stetige Fortschritte machen und au Ausdehnung gewinnen, und so sehr hatte der Eifer für eine strengere Zucht zugenommen, dass viele Klöster sich freiwillig um Einführung derselben bemühten. So liess der Abt von St. Evroul in der Normandie den Mönch Bernefried von Cluny kommen, um seine Mönche von ihm in den Gebräuchen dieses Klosters unterweisen zu lassen, ³) so holte der Abt Jarento, einer der eifrigsten Anhänger Gregors VII, im Jahr 1077 acht Mönche von dort, um durch ihre Mitwirkung eine straffere Zucht im Benignuskloster zu Dijon herazustellen. ¹⁰) Wir finden die Gebräuche von Cluny, ohne dass wir erfahren, auf welche Weise es geschah, am Ende dieses Jahrhunderts in St. Martin zu Tournai, in Anchin und Afflighem eingeführt. ¹¹) Als die eifrigsten Vorkämpfer für die Einführung der Reform in jenen Gegenden zeigten sich neben dem Grafen Eustach von Boulogne und seiner Mutter Ida namentlich der Graf Robert I von Flandern, der Kreuzfahrer, und seine Gemahlin Clementia, eine Schwester des Papstes Calixt II. Letztere hauptsächlich war es, die trotz der Bedenken des Abtes Hugo die Unter- werfung von St. Bertin unter Cluny betrieb. 12) Aus St. Bertin, wohin unter dem höchsten Widerstreben der alten Mönche zwölf Cluniacenser verpflanzt wurden, nahm Graf Robert nach seiner Rückkehr aus dem hl. Lande Mönche und setzte sie in St. Vaast zu Arras, St. Peter zu Gent und Bergh-St.-Vinoc ein. ¹⁸) So findet man, sagt Abt Hermann von Tournai, in Francien und Flandern kaum mehr ein Kloster, in dem man nicht die Gebräuche von Cluny beobachtet sähe.

Von Flandern aus kam die reformirte Regel in die Diöcese Lüttich, wo sie die Aebte Stephan und Berengar in die Klöster St. Jacob und St. Lorenz in Lüttich einführten. Mönche aus diesen Klöstern trugen sie i. J. 1107 nach St. Trond, wo namentlich die jüngeren Mönche auf ihre Einführung drängten. ¹14) Auch St. Hubert in den Ardennen scheint nach dieser Regel

¹) Gall. christ. XV, 30. ²) Jaffé 3729. ³) Gall. christ. XVI, 393.) Bibl. Clun. 536.) Matile I, 6. ) Schöpflin I, 182 u. 185. Vita b. Morandi in Bibl. Clun. 501 seq. ³) Calmet Histoire de Lorraine I, Pr. 496. *) Ord. Vit. Hist. eccl. XI, 20 l. c. 843 und XIII, 4 1. e. 935. ¹) Ord. Vit. III, 11 1. c. 259.**) Hug. Plax. II. ¹¹) Herimanni abb. narratio de rest. eccl. s. Martini Tornacensis in Rec. des hist. XIII, 405. ¹²) Vgl. ihr Sehreiben an den Abt bei Martene Thes. I, 309. ¹³) Joannis Iper. chron. in Rec. des hist. XIII, 46 und Herim. narr. 1. c. ¹4) Gest. abb. Trud. M. G. 8S. X, 278. 3