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Nebensatze den Hinweis auf die Vergangenheit fallen lassen und dann auch nach einem Nebentempus doch den Conjunctiv als eigentlichen Modus der Absicht gebrauchen.
Es ist jetzt an den Beispielen nachzuweisen, wie oft bei Herodot 7u 1. mit dem Con- junctiv a) nach einem Haupttempus, b) nach einem Nebentempus; 2. wie oft es sich mit dem Optativ a) nach einem Haupttempus, b) nach einem Nebentempus findet.
Mit einem anderen Modus wird va von unserem Schriftsteller nicht verbunden; so findet es sich niemals mit dem Indicativ eines historischen Tempus etwa im irrealen Be- dingungssatze.¹
Ebenso ist dem Herodot noch fremd der später bei Aristophanes so häufige Gebrauch von Tva ri(yεriuν); wobei ein Fragewort in den Finalsatz eindringt, z. B. Aristoph. Pax. 4092: Tua d-j ri roντο dρdrocv, damit was geschehe, thut ihr dies?= zu welchem Zwecke thut ihr dies?
Wir gehen zur Aufzählung und Besprechung der Beispiele über.
Das finale 7va kommt bei Herodot im ganzen 107 mal vor.
Tva mit dem Conjunctiv
a) nach einem Haupttempus(40 Beispiele.)
Die Stellen sind: I 27, 32, 117, 136, 159, 193, II 37, 89, 114, III 9, 16, 53, 72, 108, 134(2zweimal), 137, 140, 143, IV 97, 104, V 19, 23, 24, 40, 106, VII 5, 8 6, 8, 11(zweimal), 29, 38, 149, 150, 172, 221; IX 16, 45, 116.
Als typisch führen wir an II 114: Avdᷣα oν‿ντoον.. ovAAaßövreg dndyere naß ναι, Tva 210600, ö, TI1 Ʒν Qα 1εέεεν.
Wir haben hier diejenigen Fälle mitgezählt, wo im regierenden Satze ein Praesens historicum steht, z. B. I 117, wo von dem Wiedererkennen des Knaben Cyrus die Rede ist: 0 ds Aorvdy 410 8 10„ 80ν6 10„νον Ʒ6vra, ou rodnsrariν ε* ε 60ν, aα εμsνᷣαάᷣvo adioxτuν, dAld déyn rade.— Ebenso ist es III 53, 143, wohl auch VII 221: Meyiorinv 10„ Auagvva pavsgds ort deueide ãnonéunc, Tva u σσναννν π᷑ααι σꝓφσ.
In folgenden Fällen haben wir ua mit dem Conjunctiv in einer oratio obliqua, die von Aeyεrau oder einem ähnlichen Verbum abhängt, III 9: A6yraνι τ0ν αœ⁴έ τινν Agaßiov.. dyxyεεν 1 ν roντον τ νϑ, 2v* μeννσρ μ αααα deεsaαμᷣsde 6ν εμαοσοοπν, Tα dexotas vau 1 10 1—a%nv⁶α⁶ισα, ferner VII 149(regierendes Verbum A.„νο) und VII 150(6„eral).
Auf den Zweck der Handlung wird manchmal noch ausdrücklich hingewiesen durch den Zusatz von roëdε lvsνεν, 80 I 136: roëı.2e ds lvexe roiro oure roleεra, Tva dnodαeν rospuevoc(eingeschobener Bedingungssatz) udεᷣαν dανν τ n**, 10001), ferner II 89.
Häufig ist der Finalsatz in zwei Teile gegliedert durch zxt... zat oder auf ähnliche Weise. Ein Beispiel mit zul Tuœ... za lua III 134 haben wir oben? angeführt; in den anderen Fällen ist die Gliederung nicht so vollständig durchgeführt, aber doch vorhanden, z. B. 1 193, wo der Finalsatz aus einem positiven und einem negatiy en Teĩle besteht: rouντν(r, nowirue] 10„ raον⁶σ nE0⁷να. rijo⸗ Salaem0ν‿ roνν omlzcν, Tva nenclu*, e 2 5 Vhv T Sdaνoν &Gυν αν dοοσοσέιm d 2α̈οσ roũ oiνeog, ferner III 72(... zai..), IV 104, V 106, VII 5(jedesmal xe... z*ε.
Besonders erwühnenswert erscheint I 159: Nai a2ενν(Kugaioue 2701d5„t), lwa f* dœσερσρσw⁹Qei αον dm6 1⁷09 ˙8, 308 1 τ0 Loιmν νεκοαι ιτενν⅔ εε⁴⁶σιοσσ 0re ent rd„Oνσντρον. Hier ist an den Satz mit 7ua ein weiterer negierter Finalsatz mit ς αμ und dem Conjunctiv angehängt, so dass der eine Absichtssatz dem andern subordiniert ist.
Was die Stellung des Finalsatzes betrifft, so findet er sich in den meisten Fällen hinter dem regierenden Satze; doch kommt auch die priorische oder die eingeschobene Stellung vor. So III 53, wo der Nebensat⸗ zwischen die Teile des Hauptsatzes eingeschoben ist: uasννεες dà ol Ksouubafo rouro Szuora, Twa ui] t TOlαννσοσσοσ εέι τmνꝙ dO dꝓpinrai, vreloνο‿ r0„ ve*νεςeνκον kerner Penfalle eingeschoben III 143 und VII 8 6, wo der Nebensatz dem Haupt- satze vorausgeht:?. 1 101% ον̈ινέινν pdένμμιν ϑοπι, I0„εμm οπησmOπχάꝙ&RQ ² 600v.
1¹ Heiligenstädt I p. 18. 2 2 Weber p. 117.
11. 4 4 Ni llgenstädt II p. 17.


