Aufsatz 
Verzeichnis der Kunstdenkmäler der Stadt Mainz : 1. Teil. Privatbesitz
Entstehung
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Seilergasse. 1 15

den Aussenpfeilern der breiteren Bogen: hängendes Blüten- bandornament; auf den breiteren Pfeilern des mittleren Bogens: Bandwerk mit Ranken und Muschelmotiv. Auf dem Schlusstein des mittleren Bogens in zwei ovalen Wappen die Initialen J. R. und A. M. R.(?), darunter die Jahreszahl 1743. Auf den anderen Schlussteinen in Barockkartuschen das Seilerwappen. In den Bogenzwickeln zum Teil verschlungene Akanthusranken. Uber dem mittleren Bogen seitlich umrahmtes Hochrelief: Jesus, Maria und Joseph, darüber der hl. Geist(vergl. Rechengasse Nr. 5). UÜber dem Mittelfenster des ersten Stocks:

OMNIA AD MAIOREM DEI GLORIA(Sic) MDCCXXXXIII.

5.Zum goldenen Ring, soll ehem. zum Silberberg gehört haben. Altes gotisches Giebelhaus mit Treppengiebel(jetzt ausgemauert) und Wehrgang mit gotischen Zinnen(im Hofe von Markt Nr. 31 sichtbar). Im Giebel ein Wappen mit Stechhelm, im Felde: ein gezahnter Balken und unten ein kleiner Löwenkopf(Humbracht? Salmann?), um 1400. Im Erdgeschosse drei gleich grosse Laubenbogen(Renaissance) mit der Jahreszahl 1624, vergl. die Lauben an Nr. 2 und KorbgasseNr. 12. Die langgezogenen Diamantquadern finden sich auch an der Pforte des Hauses Gaugasse Nr. 31, die ebenfalls die Jahreszahl 1624 trägt.

6.Zum Geiselmohren. Im Erdgeschoss Lauben(Abb. Tfl. IV). Die beiden äusseren mit flachen Korbbogen, die mittlere Laube hat geraden Sturz; sie bildet eine Doppelpforte mit profilierter Umrahmung, die im oberen Teile(hier schwächer) seitlich ausladet(vergl. Quintinsgässchen Nr. 2, 4 und Bemerk.). Auf dem Mittelpfosten der Doppelpforte in Kartusche das Seiler- wappen, s. Tfl. XXI; auf den Pfeilern und in den Zwickeln überall reiches Rokokoornament(zirka 1750). Uber dem Eingang in einer halbrunden, überdachten Nische, auf ornamentiertem Sockel: das Standbild des hl. Joh. Nepomubk.

7.Zum kleinen Goldstein. Einfache, vierstöckige Barock- fassade. Auf den Fensterstürzen Rokokokartuschen. Unter dem Mittelfenster des ersten Stockwerks in Umrahmung grösseres Seilerwappen in Relief, rechts und links davon die Initialen P. R. und A. C. R. Der jetzt ausgebrochene Türsturz liegt im Hofe, auf ihm die Inschrift: ZVM KLEINEN GOLDSTEIN; in der Mitte ein vergoldeter fassetierter Stein. Antiq. Wanderg. 78 las noch auf 2 Schlussteinen der ehemaligen Lauben die Jahreszahl 17 57,ein Seiler, Franz Rieffel, soll um jene Zeit Eigentümer dieses Hauses gewesen sein(I. c.).

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