Aufsatz 
Verzeichnis der Kunstdenkmäler der Stadt Mainz : 1. Teil. Privatbesitz
Entstehung
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116 Seilergasse Sonnengässchen.

8. Im Erdgeschoss Lauben, 2 breitere mit Korbbogen, eine ziemlich schmale, mittlere mit gestelztem Bogen. Auf den Schlussteinen der seitlichen Bogen: groteske Masken, auf dem mittleren, in einer Kartusche, deren Ornament z. T. in Kerb- schnitt: ein Zunftwappen(Gerber oder Küfer?), s. Tfl. XXI. 1. Hälfte des 18. Jahrh.

9.Zum Kleineisenberg. Laubenbogen, deren Profilierung abgeschlagen zu sein scheint. Auf den Schlussteinen Hausmarken mit den Initialen M. P. K. und M. A. K. und der Jahreszahl 1. 7. 9. Antiq. Wanderg. f. 78 bemerkt:Am Ende des 18. Jahrh. war ein gewisser Michael Kirchheim Besitzer dieses Hauses, worauf sich die Buchstaben beziehen. S. Tfl. XXI.

10. Lauben, jetzt durch die Ladenfenster verdeckt.

12. Von einem älteren gotischen Bau ist noch erhalten: an der Fassade eine gotische Konsole, welche die(durch den Über- hang?) im oberen Teil ausspringende Giebelwand trug. Im Hofe ein Treppentürmchen mit steinerner Wendeltreppe und ein spätgotisches, jetzt zum Teil vermauertes Pförtchen(vergl. Mailandsgasse Nr. 9). Auch dieses Haus soll früher seine Lauben gehabt haben. An der Hausecke: eine schöne, kleine Statue der Muttergottes mit Christuskind auf einfachem Sockel. 16. oder 17. Jahrh.?(vergl. Flachsmarkt Nr. 14 u. Portal am Ballplatz Nr. 1, engl. Fräulein).

14. Einfache Lauben ohne Profilierung.

16.Zur Eisenburg. Im Erdgeschoss: Lauben(von ähnlichem Typus wie Nr. 8). Auf den Rokokokartuschen der Bogen- schlussteine rechts 1. K. 7., links 6. WK 4.(1764). Auf dem Schlussteine des mittleren Bogens in einer, von einem Löwen ge- haltenen Rokokokartusche: eine Kirche*). Auf den Pfosten der Mitteltüre rechts und links eine Hausmarke mit I K., s. Tfl. XXI. Im mittleren Laubenbogen reich geschnitzte Doppeltüre(Rokoko).

*) Vielleicht hiess der ehemalige Besitzer Kirch zund ist in der Kirche eine redende Hausmarke zu erblicken.

Sonnengässchen.

3. An der Hausecke: Spät-Renaissance-Erker, an dessen 2. Stock in einer Nische mit Muschelbaldachin und Sockel das Standbild des Erzengels Michael, der den Drachen tötet; unter dem Sockel der Nische die Jahreszahl 1711. Die Architektur im Erdgeschosse unter dem Erker ist neu. Im Innern ist