Aufsatz 
Verzeichnis der Kunstdenkmäler der Stadt Mainz : 1. Teil. Privatbesitz
Entstehung
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Liebfrauenstrasse— Löhrgasse. 71

Liebfrauenstrasse.

2. Frankenstein, nach der Heugasse zu: geschnitzte Haus- türe. Rokoko.

3. Im Erdgeschoss reiche Fensterkörbe. 18. Jahrh.(Geistlichkeit).

6.„Zum Gallhof.“ Schaab I, 468. Ander Hausecke, von dem älteren Baue herstammend, auf geripptem Sockel unter einem Muschelbaldachin mit Pinienapfel: die Statue der Mutter- gottes f, mit dem die Weltkugel haltenden Christuskind auf dem Arme. In ihrer Gewandung zeigt die Figur noch gotische An- klänge, scheint aber später überarbeitet worden zu sein. Uber die Galluskapelle s. Scharengasse Nr. 9.

16.„Zum Elefanten.“ Schaab I, 462. Das Haus selbst zeigt noch Reste gotischer Architektur(Treppengiebel, an den Hausecken gotische Konsolen, auf denen die stark ausspringenden Giebelwände ruhen). Im Erdgeschoss: ein breiter, in der Front vierfensteriger Erker †, dessen Eckpfosten etwas reicher orna- mentiert sind. 17. Jahrh. oder früher; daneben eine spätgotische Hauspforte† mit Oberlicht, gekreuztes Stabwerk an den Ge- wänden und dem Sturze; 16. Jahrh. Die Haustürflügel mit Schnitzereien im Stile Louis XVI.

Löhrgasse.

Über den Namen der Strasse siehe Schaab I, 1393. Be- sonders an ihrem oberen Teil, in der Nähe des eisernen Turmes, bietet die Strasse einige sehr malerische Strassenbilder und Häusergruppen.

2.„Zur grossen oder goldenen Kette“,„am Eingang zum ehemaligen eisernen Türchen“(Schaab). Einfache Barockfassade. Im Erdgeschoss schöne mit Festons gezierte Fensterarchitektur. Auf einem Fenstersturz die Jahreszahl 17.., die andere Hälfte der Zahl stand auf dem jetzt ausgebrochenen Fenster(nach den Formen des gegenüberliegenden Hauses zu schliessen etwa: 1786). (Die ganze Fassade gehört in die interessante Gruppe von Bauten aus den 80er Jahren des 18. Jahrh., vergl. Emmeransstrasse Nr. 30, Rheinstrasse Nr. 91, Carmelitenplatz Nr. 2.). An der Hausecke: in reich dekorierter Nische unter Muschelbaldachin die Jungfrau Maria f, auf Wolken schwebend; in der rechten Hand hält sie eine Lilie. Nische und Figur gehören den letzten Jahrzehnten des 18. Jahrh. an.(Hand- und Gewandbehandlung vergl. mit jener der Figur am Hause Augustinerstrasse Nr. 26.)