62 Korbgasse.
Wappenschilde der Geschlechter: 1. Gensfleisch, 2. Molsberg und Lichtenberg, 3. Salmann und Molsberg, 4. Molsberg und Gensfleisch, 5. Molsberg, 6. Eselweck und Molsberg, 7. Knob- lauch und Molsberg, 8. Molsberg und Dulin. Eine blasonierte Zeichnung der Wappen und der Fensterarchitektur von der Hand J. Lindenschmit's(1828) befindet sich im Besitze des Mainzer Altertumsvereins..
12. Ursprünglich mit Markt Nr. 13 u. 15 und Markt- gässchen Nr. 1 das Haus„Zum Boderam, Salmen“ bildend. Schaab I, 451 f. Nach dem Marktgässchen zu mächtiges drei- stöckiges Giebelhaus(Fachwerk?) mit der zum Teil noch alten Fensterarchitektur. Im Erdgeschoss Renaissancelauben(vergl. Seilergasse Nr. 2 u. 5). 1. Hälfte des 17. Jahrh. An der Hausecke gotische Muttergottesstatue auf reich mit gotischem Rankenwerk verziertem Sockel(15. Jahrh.). Nach dem Korb- gässchen zu in dem Zwickel zwischen zwei Laubenbogen eine Renaissance-Kartusche mit einem Wappenschild, in dem sich eine Hausmarke?(Kleeblatt?) befindet.
13.„Zum Lindenfels“, grossen und kleinen Fuss.— Schaab I, 523 f. An der Hausecke in einer architektonisch reich aus- gestatteten Nische mit geripptem Muschelbaldachin Muttergottes mit Christuskind T† auf dem linken Arme und lebhaft bewegtem Schleiertuche. Der Sockel der Nische ist als Felsengruppe ge- staltet, auf der Bäume stehen.(Linden auf Felsen; vergl. den Hausnamen zum Lindenfels.)
15.„Zur Münze, offenen Keller.“ Im Hausgang an der Türe nach dem Hofe zu, einfacher gotischer Bogen, zum Teil zu- gemauert; seitlich davon noch ein kleines gotisches Fenster.
18. Im Hofe: kleines Renaissance-Doppelfenster und Treppentürmchen. Von hier aus ist das romanische Fenster an der Rückwand des Hauses Mailandsgasse Nr. 3 sichtbar.
19.„Zum Frosch.“ Am 1. Stock, in dreiviertel Lebensgrösse auf einem Sockel, der einer halbierten Melone gleicht, Standbild der Jungfrau MariaT als Immaculata. Gute, in Haltung und Gesichtsausdruck für die Rokokozeit charakteristische Arbeit. Mitte des 18. Jahrh. Am Erdgeschoss auf einem viereckigen Rahmen, dessen oberer Rand gesimsartig weit ausladet, in schöner Barockkartusche eine Hausmarke; s. Tfl. XXI.
22. Rebenstock. Jungfrau Maria auf der Weltkugel unter gotisierendem Baldachin. 16. Jahrh.?(Vielleicht modern.)


