Emmeransstrasse. 39
behängt sind. Uber dem Hauptgesims dreieckiger Giebel. Die Fensterstürze sind mit verschlungenen Festons verziert. An der Treppe ein elegantes, durchbrochenes, mit Festons verziertes Holzgeländer, das bis zum ersten Stockwerk führt. Im ersten Stock zwei Stuckdecken, 80er Jahre des 18. Jahrhunderts. Vergl. die Fassade Rheinstrasse 91, woselbst sich ähnliche Verhältnisse und Formen in der Gliederung des Mittelrisalits und in der Ornamentierung der Pilastersockel finden.
31. Einfache Barockfassade, über dem Mittelfenster des Erdgeschosses ein Relief: Krönung Mariä in Rokoko-UÜUmrahmung; 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts.
32. Zum ehem. Ingelheimer Hof gehörend, vergl. Clara- strasse 7. Im Treppenhaus noch Reste von Empiredekoration. Im ersten Stock ist das Eckzimmer nach der Clarastrasse als kreisrunder Saal angelegt, mit eingelegtem Fussboden und einem Kamin im Empirestil.
37.„Zum Baumgarten“ gehörig. Schaab I, 448. Schneider, Domdekan Werner, Mainz 1899, Seite 7. Im ersten Stock schöne Stuckdecken †. Das ovale Feld in der Mitte ist umgeben von einer aus Früchten und Blumen gebundenen Girlande, in der viereckigen Umrahmung Akanthusvoluten. Anfang des 18. Jahrhunderts, vergl. Birnbaumsgasse 7.
41.„Zum Schaden“,„Breidenbacher Hof“, Schaab II, 260. Stattlicher, aber in der Fassadenausstattung einfacher Barock- bau. Portal † mit reich in Rokoko verzierten Torflügeln. Die den Mittelrisalit begrenzenden Pilaster trugen ursprünglich je eine Vase, die seit dem Brande 1878 verschwunden sind. Da- mals wurde auch das Mansardendach verändert und der jetzige Giebel über dem Mittelrisalit aufgesetzt. Auch das elegante Treppenhaus ist nach diesem Brand umgebaut worden. Die reiche Stuckdekoration im Innern ging bei der Pulver- explosion 1857 zu Grunde. Im Hauptsaal des ersten Stock- werks befanden sich bis vor einigen Jahren bemalte Tapeten im Stil Louis XVI.(mythologische Szenen, darunter Amor und Psyche, Odipus und seine Töchter), die jetzt nach auswärts verkauft sind. Erhalten ist hier nur noch ein Kamin, darauf eine schlanke Vase(Empire). In einem anderen Zimmer noch zwei Sopraporten(Rheinlandschaften in Rokokorahmen),.
Nach Schaab soll das Haus in der 1. Hälfte des 18. Jahrh. erbaut sein. Dagegen sprechen die Bauformen, nach denen es in die 50 er oder 60 er Jahre des 18. Jahrh. zu setzen ist. Auf dem Stadtplan von 1755 ist es unter Nr. 69 angemerkt.— Emmerich Joseph von Breidenbach zu Bürres- heim war Kurfürst von Mainz von 1763—74. Unter ihm nimmt eine be-


