30 Brand--Brandgässchen— Cästrich.
(vergl. das im Ornament ähnliche Muster im Hause Liebfrauen- platz 3 und 5, 1. Stock.)
Vom Brand aus ist noch ein gotischer Treppengiebel sichtbar, der zu dem Bau zu gehören scheint, in dem sich das Treppenhaus befindet. Vielleicht ist es auch ein Rest des Hauses zum Widder, vergl. Schaab I, 588 und 303,(gegen„dem Horn über“ und„stosst hinten gegen den Frosch“).
13.„Zum Schwanen.“ Jungfrau Maria auf der Welt- kugel mit Schlange und Apfel. Schön bewegte Figur mit gut geordnetem Gewand unter geripptem Baldachin stehend. Ge- schnitzte Haustüre(Rokoko) und Bauzahl 1764.
25.„Eiseneck, Iseneck“(Schaab I, 485). Auf den Schluss- steinen der Bogen in der Löhrstrasse reiche Kartuschen im Stil Louis XVI., in den mittleren die Jahreszahl 1786, in den äusseren die verschlungenen Initialen T. M. und J. F. M.— Die Abschrägungen der Hausecke im Erdgeschoss enden nach oben mit reichem Akanthus und Volutep.
Brandgässchen.
14. Im Erdgeschosse Laubenarchitektur, über deren mitt- lerem Bogen ein kleines, einfach umrahmtes Relief: Krönung Mariàâ(typische Form). Auf den Schlussteinen der Lauben- bogen in Kartuschen Hausmarken, eine davon mit den Buch- staben I. W. S. G. Taf. XXI. Letztes Drittel des 18. Jahrhunderts.
Cästrich. — In einer Nische an der Mauer neben Nr. 2, gotische
Figurengruppe Geweinung Christi), ehem. über der Torwache am Gau- tor, vergl. anti J. Wand. f. 237.(Stadt Mainz.)
5. Am Hoftor hölzerner, geschnitzter Kreuzbalken im Ober- licht mit drei grotesken Köpfen übereinander.
12. Kleine Statue über dem Portal des Vincenz-Elisabethenstiftes (Geistlichkeit).
37. Am ersten Stockwerk in einer Nische Muttergottes- statue mit Christuskind; um 1700. Gute Arbeit, besonders in der Gewandbehandlung. Auf dem Giebel eine Wetterfahne mit Meerweibchen.
51. Gotische Madonna(Holz) unter einem Baldachin.
— Alexanderturm und Reste der Stadtmauer längs des Cästrichs(Stadt Mainz).—


