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jetzige Haus stammt aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts. Im ersten und zweiten Stock dicht aneinander gerückte, nach aussen einfache Renaissancefenster. Die Fensterarchitektur im Innern schön mit Säulchen verziert, deren Sockel Kerbschnitt- muster aufweisen.— Im ersten Stock einfache Stuckdecke und ein mit Stuck reicher verzierter Tragbalken.
3. UÜbertünchter Fachwerkbau? Vergl. Ansicht des alten Kaufhauses auf dem Brand in der städt. Gem.-Gallerie, wo das Haus als reicher Fachwerkbau erscheint.
5. An der abgerundeten Hausecke Reliefbild: Krönung Mariä in architektonisch gegliederter Nische mit Pilastern und Muschelbaldachin. Mitte des 18. Jahrhunderts oder später. Auch diese Fassade scheint früher reicher verziert gewesen zu sein, vergl. alte Ansichten des alten Kaufhauses(z. Brand Nr. 3).
7.„Zur weissen Taube“, im ersten Stock reiche Stuck- decke†; in ihren Motiven der Decke Birnbaumsgasse 7 eng ver- wandt. Anfang des 18. Jahrhunderts. Ausführliche Beschrei- bung im Mzr. Journal 1878, Nr. 297(Heckmann).
9. Brauhaus zur„alten Krone“.(Schaab I, 454 f.) Im Hofe links im Seitenbau über der Eingangstüre Wappen: rechts Querbalken, auf dem ein halber Löwe, der ein Fähnchen trägt, links eine Hausmarke mit H. V. K. oder H. M. K.?, rechts und links von der Helmzier,(halber Löwe mit Fahne) ANO 1687. Dieses Wappen ist im 19. Jahrhundert vom Vorderbau hierher versetzt worden. Taf. XXI. Im Innern stattliches Treppenhaus †. Das Geländer mit schiefen, steinernen Ballustern. Auf den Flächender vier die Treppe tragenden Pfeiler, die zum Teil aus Holz bestehen. hängende Blumenguirlanden, die aus Holz geschnitzt und aufgelegt sind. Im oberen Podeste stehen auf den Eckpfosten des Treppen- geländers zwei schöne Vasen aus Stein. Unter dem ersten Podeste eine reich mit Schnitzereien verzierte Türe, auf deren Sturz die Bauzahl 1716 steht.— In ihrem unteren Teile besteht die Treppenanlage aus Stein, im oberen Stockwerk aus Holz. Analoge Treppenanlagen: Ballplatz 3(Fechenbacher Hof), Kleinz'sches Haus, Stadionerhofstrasse 2, Flachsmarktstrasse 9, gr. Bleiche 27.
Im Rückgebäude: im Erdgeschoss und 1. Stock je eine reiche Stuckdecker(Bandmuster und feine Ranken) zirka 1720 bis 1730. Die Decke im ersten Stock ist noch sehr gut erhalten. Hier in den vier Ecken in Umrahmung 4 ovale Gemälde(auf Metall gemalt?), die 4 Erdteile darstellend. Es symbolisiert: Der Neger: Afrika; Indianer: Amerika; Sultanin mit Turban, Szepter und Pferd: Asien; eine Jungfrau mit Kreuz: Europa


