Aufsatz 
Verzeichnis der Kunstdenkmäler der Stadt Mainz : 1. Teil. Privatbesitz
Entstehung
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Betzelsgasse Bilhildisstrasse. 19

11. Im ersten Stock reiche Stuckdecke. Im Mittelfeld, in ¾ Lebensgrösse, allegorische weibliche Figuren: Glaube, Liebe, Hoffnung, auf Wolken thronend. Die Umrahmung bildet feines Bandwerkmuster; za. 1730/40, vergl. gr. Bleiche 27 1½⅛%. Uber das aus der ehem. Galluskapelle stammende Bild(geschnitzte Kreuzigungsgruppe in reichem Barockrahmen), das die Mainzer Metzgerzunft dorthin gestiftet hatte, S. z. Scharengasse 9.

21. Got. Madonna; Abguss nach dem Original Korbgasse 5.

25.(Zum Starkenberg.) Im Barockgiebel f† fast lebens- grosses Standbild des hl. Joseph f, das Christuskind auf dem Arm haltend, in der Linken einen Lilienstengel aus Schmiede- eisen. Die wuchtige Figur, mit realistischer Behandlung des Gesichtsausdruckes, steht in einer halbrunden Nische, die von zwei mit Ornamenten(nach unten hängendes Blütenband) verzierten Pilastern flankiert wird. Die Wölbung der Nische zeigt das Muschelmotiv. Von den Pilastern laufen nach rechts und links Voluten, auf denen in Nischen mit Festons verzierte Vasen stehen. Figur und Vasen von Stuck, die Figur ist hohl(vielleicht über ein Holzgestell geformt) und hat ganz geringe Wandstärke. Zeit za. 1730. Analoge Nischenform zeigen: das Portal an der Kapelle des Rochusspitals(1727), wo auch auf den Pilastern dasselbe Ornamentmotiv; Portal am ehem. Klarakloster, Klara- strasse 15(za. 1725), Portal der Kapelle des Invalidenhauses, 1720. Die Figuren des hl. Joseph am Invalidenhaus und in der Betzelsgasse zeigen viel Verwandtschaft(vergl. besonders das missglückte Christuskind), auch St. Rochus am Rochus- spital gebört wohl auch in diesen Kreis. Im ersten Stock des Hauses geschnitztes Treppengeländer.

26. Am ersten Stock, Hofseite, kleiner Erker.

28. Ehemalszum grossen und kleinen Merenberg, Myrren- berg; hübsche Laubenarchitektur. 1. Hälfte des 18. Jahr- hunderts.

Bilhildisstrasse.

13. Uber der einfachen Pforte ein gekröntes leeres Wappen- schild. Die ornamentale Umrahmung verbindet zugleich die Pforte mit dem Mittelfenster des ersten Stockes in sehr gefälliger Weise. Mitte des 18. Jahrhunderts. Die zweiflügelige Haus- türe mit Schnitzereien im Stil Louis XVI. Khnliche Lösungen. wenn auch bisweilen in einfacherer Form, häufiger, so z. B. mittlere Bleiche 31, Flachsmarktstrasse 9, Invalidenhaus, Josephskapelle, Neutorstr. 3, Löhrstrasse 9. UÜber den Bau-

meister vergl. die Anm. zu Emmeransstr. 1820. 2*