12 Augustinerstrasse— Augustinergässchen.
60. Am 2. Stockwerk Standbild der Muttergottes mit. dem Christuskinde; Maria mit Krone und Szepter, auf der Welt- kugel mit Schlange und Halbmond stehend. 1. Hälfte des 18. Jahrh.
67.„Zum Fuchs“. Stattliche Barockfassadef mit schönem dreiseitigem Erkerf. 1. Viertel des 18. Jahrh.(vergl. die Dekorations- formen am Justizpalast). Abgerissen Dezember 1903. Abbildung des Erkers s. Denkmalpflege 1904. S. 63. Die Architektur soll an einem städtischen oder staatlichen Neubau wieder verwendet werden.(Staat.)
73. Zierliche Fassadef im Stile Louis XVI., unter den Fenstern Festons, die schwere Fruchtgehänge tragen(Vvergl. Abbild. Tfl. XVIII).—
75.„Zum Spiegelberg.“ Stattlicher, reich verzierter, vier- stöckiger Fachwerkbauf, dessen obere Stockwerke hervor- treten.(Uberhang.) Die Schnitzerei der die Fassade senkrecht gliedernden Pfosten von ziemlich roher Arbeit, im ganzen aber von wuchtiger Wirkung. Der zwischen den zwei mittleren Pfosten liegende Teil der Fassade springt risalitartig, schwach vor. Die den vorspringenden Oberberbau tragenden schweren Steinkonsolen zeigen im Vergleiche zu der Holzschnitzerei im Ornament bessere Formen.(Eierstabmotiv, Zahnschnitt am Balken). Nach dem Bockshöfchen springt ein beschieferter, erkerartiger Anbau vor, dessen Vorderseite in die Fassade fällt. Zum Teil ruht dieser Vorsprung auf Konsolen, zum Teil auf dem nach dem Bocks- höfchen führenden Bogen. Seiten- und Rückwand des Hauses sind beschiefert. Der ganze Bau stammt wohl aus der 1. Hälfte des 17. Jahrh.(Abbild. Tfl. XVIII.) Am 1. Stock der Fassade: Relief: Jesus, Maria und Joseph, mittelmässige Arbeit.
— Das obere Ende der Augustinerstrasse, Nr. 75 und die Nachbarhäuser, bietet, etwa von der Höhe des Kirschgartens oder der Leichhofstrasse aus gesehen, charakteristische Strassen- bilder und malerische Häusergruppen.(Abbild. Tfl. XVIII.)
Augustinergässchen.
2. Einfache geschnitzte Haustüre in Louis XVI. An der Hausecke„Christus als Schmerzensmann“ auf Konsole unter Baldachin; um 1750.
6. Zum schönen Brunnen. Der Schlussstein des Torbogens ist mit einem von Festons behängten Schilde verziert. Darauf ein Fass, über welchem ein Zirkel und ein Schlägel angebracht sind. (Zunftwappen der Böttcher.) In den Ecken des Schilds die Buch- staben N. M.— M. M. 17— 87. S. Tfl. XXI.


